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Chip ins Glück: Griezmann kopiert Messis Traumtor

La Liga, 34. Spieltag: Auch Suarez trifft sehenswert

Chip ins Glück: Griezmann kopiert Messis Traumtor

Antoine Griezmann

Mit der Sohle vorbereitet: Antoine Griezmann bedankt sich bei Vorbereiter Lionel Messi. imago images

Zweimal saß er auf der Bank, zweimal spielte Barcelona 2:2. Bei Villarreal durfte Antoine Griezmann (letztes Tor am 15. Februar beim 2:1 gegen Getafe) wieder von Beginn ran, Riqui Puig musste dafür weichen. Ebenfalls draußen blieb Ivan Rakitic, Sergi Roberto erhielt den Vorzug.

Barça in der Krise? Davon war in Villarreal zunächst wenig zu sehen. Die Katalanen machten vom Anpfiff weg mächtig Dampf, in der 3. Minute durften sie bereits jubeln. Etwas Glück war allerdings dabei: Jordi Albas flache Hereingabe war eigentlich für Griezmann gedacht, und der hatte auch schon die Hacke "ausgepackt". Doch Villarreals Pau war schneller, er fälschte die Hereingabe vor dem Franzosen ins eigene Tor ab.

Morenos Nummer 16 - Suarez verwertet Messis aufwendige Vorarbeit

Die Blaugrana hatten die Partie scheinbar im Griff, doch bei schnellen Gegenstößen sah die Abwehr mehrmals schlecht aus. So auch in der 14. Minute: Paco Alcacer hatte nach einem langen Ball Platz, für Villarreal ergab sich eine 3-gegen-2-Situation. Der Ex-Dortmunder bediente Cazorla, dessen Flachschuss ter Stegen zwar parierte, doch dann war Gerard Moreno zur Stelle und staubte ab. Saisontor Nummer 16 übrigens für den Angreifer.

Und in dem Schema ging's weiter. Barça griff an, Villarreal konterte, beide taten dies auf beeindruckende Weise. Suarez scheiterte in der 17. Minute an Asenjo, machte es nur drei Minuten später aber besser. Ter Stegens Befreiungsschlag verarbeitete Messi äußerst beeindruckend, danach ließ er zwei Gegenspieler stehen und legte nach links ab auf Suarez. Der Uruguayer zirkelte das Leder aus 16 Metern direkt mit der Innenseite in den Winkel. Ein herrliches Tor, doch es sollte ein noch schöneres fallen.

Zunächst war aber wieder Villarreal dran. Der eingewechselte Bacca - er kam in der 36. Minute für den verletzten Alcacer - nutzte eine riesen Lücke in Barcelonas Abwehr, scheiterte aber am aufmerksamen ter Stegen (38.). Kurz darauf machte es Vidal gegen Asenjo beim Abschluss aus noch besserer Position noch schlechter.

Griezmanns Chip ins Glück

Doch wo war eigentlich Antoine Griezmann? Der Angreifer kombinierte eifrig mit, legte die Chance für Vidal auf, doch so richtig viel Torgefahr ging nicht von ihm aus - bis zur 45. Minute. Messi, der meist etwas hinter Suarez und Griezmann spielte, legte im Strafraum mit der Sohle zurück auf den Franzosen, der dem Rund aus 16 Metern eine wahre Streicheleinheit verpasste. Asenjo war kaum einen Meter vor seinem Tor gestanden, dennoch chippte der Franzose den Ball derart akkurat über den Schlussmann hinweg, dass dieser chancenlos war. Erinnerungen an Messis Traumtor bei Betis aus dem März 2019 wurden unweigerlich wach.

Was die erste Hälfte versprach, konnte die zweite nicht halten. Barcelona kontrollierte das Geschehen, während Villarreal kaum noch zum Zug kam. Das lag aber auch daran, dass Torschütze Gerard Moreno in der Pause ausgewechselt wurde, in der 56. Minute verließ mit Cazorla der letzte aus dem ursprünglichen Dreiersturm Villarreals den Platz.

Barça hatte somit leichtes Spiel und wähnte sich in der 69. Minute zum vierten Mal am Ziel. Messi hatte nach Vorarbeit von Sergi Roberto eingenetzt, doch das Tor wurde zurecht im Nachgang zurückgenommen, weil Vidal in der Entstehung einen Fuß weit im Abseits gestanden hatte.

Fati setzt den Schlusspunkt - Messi im Pech

Letztlich setzte Fati mit einer Einzelaktion über die linke Seite den 4:1-Schlusspunkt für die Katalanen (86.), er schoss das Leder durch Raul Albiols Beine und brachte es so im kurzen Eck unter. Es hätte nicht der letzte Treffer sein müssen, Messi (Freistoß an die Latte) war dem fünften Treffer in der Nachspielzeit ganz nahe. Das änderte aber natürlich nichts an dem Eindruck, dass die Blaugrana ihren besten Auftritt seit dem Re-Start hingelegt hatten.

Dennoch sind noch vier Zähler in vier Spielen auf Real Madrid gutzumachen. Zudem spricht der direkte Vergleich für die Königlichen. Am kommenden Mittwoch geht es bereits ins Barcelona-Derby gegen Espanyol.

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