3. Liga

Hallescher FC bleibt 3. Liga auch dank Coach Schnorrenberg erhalten

HFC nach turbulenter Saison vorzeitig gerettet - Retter Schnorrenberg

"Enorme Last fällt von uns": Halle bleibt der 3. Liga erhalten

Die Spieler und Verantwortlichen des Halleschen FC freuen sich mit einem Banner über den Klassenerhalt.

Der Hallesche FC geht auch dank einer Kehrtwende unter Trainer Florian Schnorrenberg in die neunte Drittligasaison. imago images

Nach dem Abpfiff und der Punkteteilung mit dem 1. FC Kaiserslautern beim 1:1 stand fest: Der Hallesche FC wird in der neunten Saison in Folge im deutschen Profifußball vertreten bleiben. Das Ergebnis ist vor allem einem zu verdanken: Trainer Florian Schorrenberg. Der ehemalige Großaspach-Coach übernahm das Team erst Anfang Juni - und holte zwölf Punkte aus sieben Spielen (3/3/1).

Damit zu rechnen war Anfang des Monats nicht: Halle hatte sich soeben von Ismail Atalan getrennt, der selbst erst Ende Februar Vorgänger Torsten Ziegner abgelöst hatte. Nach fünf Spielen und nur einem Zähler sowie Abstiegsrang 17 war für Atalan schon wieder Schluss. Zusammen mit Ziegner kam der Deutsch-Türke auf satte 13 Spiele ohne Sieg. Halle, noch im Dezember auf Aufstiegsplatz zwei, stürzte komplett ab. Bis Schnorrenberg kam.

Kehrtwende innerhalb von nur 23 Tagen

Der 43-Jährige feierte gleich zum Debüt einen 3:0-Heimerfolg über Waldhof Mannheim. In seinen ersten drei Spielen blieb er prompt ungeschlagen. Bei einem Team, das zuvor solch eine große Negativserie verzeichnete, durchaus ein Erfolgserlebnis. Erst in seiner vierten Partie als Cheftrainer verlor Halle beim 1:2 in München gegen 1860.

Doch im Anschluss ließ der HFC nicht nach und holte fünf Punkte aus drei Partien. Insgesamt macht das unter Schnorrenberg, gerade einmal 23 Tage im Amt, zwölf Zähler aus sieben Spielen. Den bis dato letzten und entscheidenden holten die Saalestädter ausgerechnet beim 1:1 gegen Kaiserslautern. Jenes Team, das mit einem 1:0 im Hinspiel für den Start der Hallenser Negativserie gesorgt hatte.

Er hat die richtigen Worte gefunden und uns super eingestellt

Jonas Nietfeld über Florian Schnorrenberg.

Nach Abpfiff war den Spielern und Verantwortlichen die Erleichterung anzusehen. So auch Torschütze Jonas Nietfeld, der gegenüber "MagentaSport" berichtete, wie schön es sei, "dass es heute gereicht hat". Zwar nicht zum Sieg, aber dank der Ergebnisse der Konkurrenz genügte ein Unentschieden, weshalb er sich freute: "Wir haben den Klassenerhalt und das ist das, was zählt."

Nietfeld wusste auch ganz genau, wer großen Anteil daran hat: Natürlich, Coach Schnorrenberg. Dessen Erfolgsrezept in der kurzen Zeit sei simpel gewesen. Der Trainer habe "einfach die richtigen Worte gefunden und uns auf jeden Gegner super eingestellt." Zudem habe er dabei geholfen, wieder die richtige Mentalität auf den Platz zu bringen. Schlicht gesagt: "Eben das Wichtige aus uns herausgeholt, was wir in dieser Phase gebraucht haben."

Schnorrenberg mit Loblied auf die Spieler

Schnorrenberg selbst blieb auf Nachfrage bescheiden. Seiner Meinung nach sei der Klassenerhalt der Verdienst seiner Spieler, "die einfach fantastisch gearbeitet" haben. Vor allem überzeugt sei er von "ihrem Willen und der Laufleistung, die sie in jedem Spiel auf den Platz gebracht haben".

Abschließend sagte Schnorrenberg mit einem breiten Lächeln im Gesicht: "Wir freuen uns riesig. Dass wir das heute geschafft haben, ist großartig. Wir fühlen uns verdammt gut, weil eine enorme Last von uns fällt."

mje