Bundesliga

David Wagner über die Krise des FC Schalke 04

Schalkes Trainer über die verheerende Rückrunde

Wagner würde die Saison teilen: "Das Januar-Transferfenster war kein gutes"

David Wagner

Stellte sich am Mittwoch den Fragen: David Wagner. imago images

Genau eine Stunde dauerte es, bis David Wagner das erste Mal zu Wort kam. Und er stellte gleich die Frage, die nicht mehr neu ist: "Wie konnte es dazu kommen, dass wir zwei unterschiedliche Saisonhälften gespielt haben?"

Zum einen habe er aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle "im Prinzip mit zwei verschiedenen Mannschaften gespielt, auch wenn auf beiden Schalke 04 draufstand. Ich bin aber für beide Phasen verantwortlich." Die beiden Partien gegen Hertha BSC in der Bundesliga (0:0) und im Pokal (3:2 n.V.) Anfang Februar seien der Wendepunkt gewesen.

Wagner beteuerte, dass die Mannschaft, also Schalke I, über weite Strecken einen guten Fußball gespielt habe - und die Hinrunde ja auch mit 30 Punkten beendete. Das Problem: Nach der Rückrunde waren es 39. Wenig überraschend nannte auch er den letzten Eindruck, also Schalke II, "sehr schlecht". "Es gab klare Szenarien, die dazu geführt haben, dass wir ab Mitte Februar ein anderes Team hatten: Wir konnten Ausfälle nicht kompensieren. Unser Torwart-Paar konnte uns nicht mehr die Sicherheit geben, das Januar-Transferfenster war kein gutes."

Man muss jetzt mit kleinem Geldbeutel einen schlagkräftigen Kader zusammenstellen.

David Wagner

Der Verein sei sich der Tatsache bewusst gewesen, dass es im Sturm an Balance gefehlt habe. Verbessert werden konnte das Problem jedoch nicht.

Trotz des schlechtesten Laufs der Vereinsgeschichte mit 16 sieglosen Spielen in Folge darf Wagner jedoch bleiben und weiß, dass auf dem Transfermarkt auch im Sommer nicht viel möglich sein wird: "Man muss jetzt mit kleinem Geldbeutel einen schlagkräftigen Kader zusammenstellen."

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Wie soll es weitergehen? "Wir wollen wieder den Fußball spielen, den wir bis Mitte Februar gezeigt haben. Mit viel Mut, Intensität und Zusammenhalt. Ich freue mich, wenn wir uns am 31.07. wiedertreffen."

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