Bundesliga

Fortuna Düsseldorf, Uwe Rösler - Kein Zaudern in der Trainerfrage

Fortuna: Bemerkenswerter Rückhalt durch die Vereinsführung

Weiter mit Rösler: Kein Zaudern in der Trainerfrage

Uwe Rösler

Weiter trotz Abstieg: Uwe Rösler bleibt in Düsseldorf im Amt. picture-alliance

Der Fortuna-Coach übernahm Ende Januar als Nachfolger von Friedhelm Funkel; damals war Düsseldorf Tabellenletzter. Gleich nach seinem Amtsantritt kletterten die Fortunen zunächst auf den Relegationsplatz und hielten Rang 16 auch bis zum letzten Spieltag. Den bitterem Absturz muss auch Rösler verantworten, doch der Abstieg wird für ihn ohne Konsequenzen bleiben.

"Ich bin beeindruckt, wie schnell er es geschafft hat, die Jungs auf seine Seite zu ziehen", hatte Uwe Klein schon vor dem Saisonfinale gesagt. Und von den "sehr guten Führungsqualitäten" des Fußball-Lehrers gesprochen. Nach dem Total-Absturz am letzten Spieltag in Berlin kommentierte der Sport-Vorstand nur knapp die Nachfrage, ob Rösler unangefochten im Amt bleiben: "Selbstverständlich."

Ähnlich hatte sich zuvor auch der Vorstandsvorsitzende Thomas Röttgermann positioniert. Kein Zaudern in der Trainerfrage beim Absteiger also. Eine bemerkenswerte Rückendeckung für den Fußball-Lehrer, der zuvor den schwedischen Erstligisten Malmö FF sowie Klubs in Norwegen und England, aber nie ein Bundesligateam trainiert hatte.

Nur zwei Siege in 15 Spielen

Rückendeckung also, dabei ist die Punktebilanz nicht besonders. Nur zwei Siege feierte Rösler mit seinem Team in 15 Ligaspielen, dazu gab es neun Unentschieden und vier Niederlagen, darüber hinaus das blamabele Pokalaus beim Viertligisten Saarbrücken. Und letztlich hat Rösler natürlich auch zu verantworten, dass sein Team in den beiden letzten Spielen krass versagte, als es Platz 16 hätte sichern müssen.

Schon vor einer Saison-Analyse also legten sich die Entscheider bei Fortuna auf den neuen Coach fest, der als Nachfolger des allseits beliebten Funkel natürlich einen schweren Stand hatte, aber rein sportlich tatsächlich einiges in die Wege leitete.

Deutlich mehr Offensive als unter Funkel

Rösler verordnete seinem Team deutlich mehr Offensive, was in der Mannschaft gut ankam. Die Fortunen steigerten ihre Laufwerte deutlich, unterm Strich bleibt aber auch festzuhalten, dass viele Partien trotz Überlegenheit letztlich nicht gewonnen wurden.

Die Spiele in der 2. Liga wird Fortuna künftig häufig als Favorit angehen und auf Mannschaften treffen, die ihre Chance erst mal in geordneter Defensive suchen werden. Insofern könnte tatsächlich ein Trainer passen, der mutig spielen lässt und mit seiner Mannschaft gern die Initiative sucht.

Wie dieses Team aussehen wird, ist im Moment allerdings nur vage zu erkennen. Insgesamt 17 Spieler-Verträge liefen aus, am Montagvormittag gab es bei einem gemeinsamen Frühstück im Stadion zunächst mal die Verabschiedung. Doch in manchen Fällen, zum Beispiel bei Steven Skrzybski, ist da sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Oliver Bitter

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