Bundesliga

Kommentar zur Lage auf Schalke: Wagner bleibt - mit großem Aber

Kommentar zur Lage auf Schalke

Wagner bleibt - mit einem großen Aber

David Wagner

Stürzte mit Schalke in der Rückrunde vom fünften auf den zwölften Platz ab: David Wagner. picture alliance

Unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen findet an diesem Mittwoch auf Schalke die erste Pressekonferenz seit fast vier Monaten statt, bei der sich Menschen leibhaftig gegenübersitzen. Denn die Klubführung hat Wichtiges zu verkünden: die Ergebnisse ihrer internen Analyse. Mit auf dem Podium: David Wagner. Der Trainer mit der schlechtesten S04-Saisonbilanz aller Zeiten darf bleiben. Im Sinne der von Sportvorstand Jochen Schneider angestrebten Kontinuität im Klub ist dies ein nicht zu verteufelnder Schritt - mit einem großen Aber.

Mehr denn je steht Wagner, der nun die Rekordserie von 16 sieglosen Spielen mit in die neue Saison schleppt, unter Beobachtung. Schon bei den ersten Anzeichen, dass der Aufschwung ausbleibt, wird der sportlich Hauptverantwortliche doch persönliche Konsequenzen fürchten müssen.

Die Formel beim Thema Tönnies ist mittlerweile simpel

Wagner muss dafür sorgen, dass die Spieler wieder ein Team werden. Er muss Spieler zu Führungsfiguren formen. Er muss der Mannschaft überzeugende Lösungen anbieten. Vor allem sollte er aufhören, wegen der vielen Verletzten Klagelieder zu singen. Es standen bis zuletzt genügend Profis im Kader, die er selbst geholt hat oder auf die er bauen will. Da muss dann mehr bei rumkommen als ein (!) Rückrundensieg.

Über Clemens Tönnies wird auf Schalke derzeit allerdings noch mehr diskutiert. Mit ihm im Amt bleibt das anvisierte Ziel der Zukunft, die Ausgliederung, wohl dauerhaft blockiert. Die Stimmung ist vor allem wegen des Aufsichtsratsbosses auf breiter Front so vergiftet, dass die Formel mittlerweile simpel ist: keine Trennung von Tönnies, keine Ruhe auf Schalke.

Die Analyse zur Situation auf Schalke lesen Sie im aktuellen kicker vom Montag - oder hier im e-Magazine!

Toni Lieto

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