2. Bundesliga

VfB steigt auf, Heidenheim Dritter - Totalschaden beim HSV und Nürnberg

KSC rettet sich auf Platz 15 - Dresden und Wiesbaden steigen ab

VfB steigt auf, Heidenheim Dritter - Totalschaden beim HSV und Nürnberg

Der VfB steigt auf, der HSV wird wieder nur Vierter und Nürnberg muss als Tabellensechzehnter in die Relegation.

Der VfB steigt auf, der HSV wird wieder nur Vierter und Nürnberg muss als Tabellensechzehnter in die Relegation. imago images

VfB verliert, kehrt aber direkt in die Bundesliga zurück

Der VfB Stuttgart war vor dem Anpfiff theoretisch noch von Platz zwei zu verdrängen, doch ein derartiges Wunder zugunsten der Heidenheimer oder Hamburger gibt es eben auch im Fußball nicht alle Tage. Zudem wehrten sich die Schwaben nach dem Rückstand gegen Darmstadt recht schnell und glichen durch "Altmeister" Gomez zum 1:1 aus. Doch die Wende zum Guten aus Sicht der Stuttgarter sollte dies nicht bedeuten - die Lilien schlugen durch Bader kurz nach der Pause zur erneuten Gästeführung zu. Der abermalige Ausgleich von Gomez wurde wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung aberkannt. Vielmehr machte Darmstadts Kempe den 3:1-Endstand. Unter dem Strich reichte der Matarazzo-Elf die Niederlage allerdings, um den direkten Wiederaufstieg unter Dach und Fach zu bringen.

2. Bundesliga - 34. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bielefeld Arminia Bielefeld
68
2
Stuttgart VfB Stuttgart
58
3
Heidenheim 1. FC Heidenheim
55
2. Bundesliga - Torjäger 2019/20
Bielefeld Klos Fabian
21
Wiesbaden Schäffler Manuel
19
Karlsruhe Hofmann Philipp
17

Wieder Platz 4! Totalschaden des Hamburger SV

Der Hamburger SV hat die riesige Chance auf Platz drei sprichwörtlich weggeworfen - der HSV erlebte zuhause gegen den SV Sandhausen sein "Waterloo" und nahm die Steilvorlage der Bielefelder, die den direkten Konkurrenten um den Relegationsplatz Heidenheim mit 3:0 besiegten, nicht an. Nach ganz schwachen Auftritten nach dem Re-Start ist dieser Saisonausgang für den HSV ein sportlicher Totalschaden - die Hecking-Elf geht wie in der vergangenen Spielzeit als Tabellenvierter über die Ziellinie, was beim Traditionsklub für eine turbulente Saisonanalyse sorgen wird.

Kopfschmerzen: Hamburgs Joel Pohjanpalo.

Kopfschmerzen: Hamburgs Joel Pohjanpalo. imago images

1:5! Die Nerven des HSV halten nicht

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking sah sich im Duell mit dem SVS nicht in der Lage, den nervlichen Druck auszuhalten und geriet durch ein Eigentor von van Drongelen und einen Behrens-Treffer schnell mit 0:2 ins Hintertreffen. Zu allem Überfluss verletzte sich Hamburgs Unglücksrabe zum 0:1 auch noch am Knie und musste ausgewechselt werden. In der Folge glich die HSV-Defensive einem Torso und so hatten die Sandhäuser beste Chancen auf weitere Treffer. In Hälfte zwei war der HSV gefordert, um zwei Tore aufzuholen, aber Hoffnung keimte erst nach einer VAR-Entscheidung auf, die den Norddeutschen einen Elfmeter zusprach - Hunt verwandelte trocken unter die Latte zum 1:2. Die Wende zum Guten? Mitnichten! Vielmehr trafen die Sandhäuser noch dreimal - Behrens per Elfmeter, Engels und der Ex-Hamburger Diekmeier schossen den 5:1-Sieg des SVS an der Elbe heraus.

Heidenheim verliert in Bielefeld klar und jubelt doch

In Bielefeld wollte sich der Zweitliga-Meister keine Blöße geben und erfüllte auch die letzte Aufgabe der Saison mit dem notwendigen Ernst. Bitter für Heidenheim, denn die Arminen gingen durch einen Doppelschlag von Torjäger Klos (21. Saisontor) und Voglsammer binnen drei Minuten in Führung, ein Tor von Heidenheims Kleindienst wurde wegen Abseits zurecht aberkannt. FCH-Trainer Frank Schmidt reagierte mit Personalwechseln, doch die Tore machten weiter nur die Hausherren. Clauss markierte bereits in der 53. Minute das 3:0 und raubte der Elf von der Ostalb jegliche Hoffnung auf Punkte.

Nürnberg kann sich nicht retten - Platz 16!

Im Kampf um den Abstiegsrelegationsplatz war der 1. FC Nürnberg bei Holstein Kiel gefordert und wollte nicht vom Ausgang der Partie in Fürth, wo der Mitkonkurrent Karlsruher SC gastierte, abhängig sein. Der Club nutzte dabei gleich seine erste Chance und ging durch Erras' Kopfball früh in Führung. Die Holsteiner kamen nach dem Rückstand besser in die Partie und hatten Chancen auf den Ausgleich, zugleich hatten die Nürnberger bei einem Freistoß von Geis Pech - der Ball klatschte an die Unterkante der Latte. In Hälfte zwei wurden die Kieler forscher, die Nürnberger begannen zu zittern ob des knappen Vorsprungs. Und dann kam es ganz dick für den FCN: Lauberbach machte den Ausgleich und schickte den fränkischen Traditionsverein damit in die Relegation.

Platz 16 zum Abschluss: Der Club muss nach dem 1:1 in Kiel in die Relegation.

Platz 16 zum Abschluss: Der Club muss nach dem 1:1 in Kiel in die Relegation. imago images

KSC: Hofmanns Elfmeter bringt den Klassenerhalt

Der KSC hätte bei der SpVgg Greuther Fürth einen Sieg gebraucht, um den FCN überhaupt gefährden zu können, aber die Badener kassierten das erste Gegentor des Spieltags. Keita-Ruel netzte per Kopf ein und beflügelte die Mittelfranken sichtlich. Die kalte Dusche in Form des Ausgleichs fiel im Anschluss an eine Ecke, als Kother aus wenigen Metern abstaubte. Im zweiten Durchgang half dem KSC ein umstrittener Elfmeter, den Hofmann sicher zum 2:1-Endstand veredelte. Dieser Schuss bedeutete den Klassenerhalt für die Eichner-Elf.

Dresden und Wiesbaden steigen ab

Den Gang in die 3. Liga antreten müssen Dynamo Dresden und Wehen Wiesbaden. Die Sachsen verabschieden sich mit einem 2:2 gegen den den VfL Osnabrück, Wiesbaden siegte zum Ausklang mit 5:3 über den FC St. Pauli.

Zudem verlor Jahn Regensburg gegen Erzgebirge Aue 1:2 und Hannover gewann 2:0 gegen Bochum.

bst