Champions League 2006/07, Vorrunde, 4. Spieltag
21:46 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
dos Santos
für Lell
Bayern

21:46 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Nani
für Carlos Martins
Sporting

21:50 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
van Buyten
Bayern

21:52 - 52. Spielminute

Spielerwechsel
Farnerud
für Paredes
Sporting

21:57 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Demichelis
Bayern

22:17 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Alecsandro
für Yannick Djalo
Sporting

22:19 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Karimi
für Santa Cruz
Bayern

22:20 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Custodio
Sporting

22:27 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Liedson
Sporting

FCB

SPL

Vorzeitige Qualifikation fürs Achtelfinale

Nur Makaay strahlt Gefahr aus

Santa Cruz gegen Anderson Polga

Gute Haltungsnoten: Bayerns Santa Cruz gegen Lissabons Anderson Polga. dpa

Beim FC Bayern gab es im Vergleich zum jüngsten 2:0-Sieg in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt folgende personelle Änderungen: Schweinsteiger (Gelb-Rot-gesperrt) und van Bommel (Hüftverletzung) mussten passen, dafür durften Salihamidzic und Lell von Beginn an ran. Lell übernahm die rechte Verteidigerposition von Sagnol, der ins Mittelfeld rutschte.

Lissabons Trainer Paulo Bento brachte nach der 0:1-Hinspielniederlage gegen die Münchner Paredes, Custodio und Yannick für Miguel Veloso, Nani und Alecsandro.

Lissabon stand nach dem 1:0-Sieg von Inter in Moskau unter Zugzwang und begann entsprechend angriffslustig. Die Münchner ließen Sporting erstmal kommen, sortierten sich in der Defensive und setzten zu schnellen Gegenstößen an. So entstand auch die erste Großchance des Spiels: Sagnol spielte in die Gasse zu Makaay, der nicht im Abseits gestanden ist. Der Holländer drang alleine halbrechts in den Strafraum ein, schoss aus 13 Metern aber haarscharf links am langen Pfosten vorbei.

Kurz darauf gab's aber eine ähnliche Situation auf der anderen Seite: Weiter Pass über 50 Meter von Polga, Lahm verschätzte sich, Liedson nahm den Ball in der rechten Straumhälfte an, schoss aber ebenfalls knapp links am langen Pfosten vorbei.

Es war eine relativ offen geführte Partie, in der beide Teams genügend Räume zum Kombinieren hatten. Das Mittelfeld wurde schnell überbrückt, die Defensivreihen riegelten aber jeweils am Strafraum geschickt ab. Das Angriffsspiel der Portugiesen war jedoch oft fehlerbehaftet, das der Münchner mitunter zu statisch. Die Portugiesen leisteten sich unnötige Abspielfehler, auch, weil die Laufwege nicht abgestimmt waren. Die Magath-Schützlinge ließen den nötigen Zug Richtung Tor vermissen, spielten sich die Bälle rund um den Strafraum zu, fanden aber den Weg in denselbigen nicht.

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Die Partie plätscherte über weite Strecken mit Ballbesitzvorteil für den FCB, aber zumeist ereignislos vor sich hin. Makaay, der in der ersten Hälfte der auffälligste Akteur war, variierte bei seinen Eckstößen den ausführenden Fuß, brachte aber weder mit rechts noch mit links eine gefährliche Hereingabe zustande. Dennoch war es der Niederländer, der die Akzente setzte, sein strammer Schuss aus 18 Metern strich aber um Zentimeter links am Winkel vorbei. Zudem parierte Ricardo einen Schuss Makaays aus neun Metern.

Roy Makaay

Aktivposten: Bayerns niederländischer Angreifer Roy Makaay. dpa

Nach dem Seitenwechsel sollte Dos Santos bei Bayern für mehr Kreativität sorgen, bei Lissabon kam der 19-jährige Jungstar Nani, der auf dem Wunschzettel der Bayern steht, aber auch von Barcelona, Real und Manchester United umworben wird.

Bayern ging aber zunächst auch nach der Pause der unbedingte Wille ab, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Die Münchner ließen hinten zwar wenig anbrennen - was auch der Harmlosigkeit Lissabons geschuldet war -, spielten aber uninspiriert und nicht schnell und präzise genug in die Spitze. Es fehlte der Taktgeber im Mittelfeld. Ein Regisseur, der aus den Einzelakteuren ein Ensemble gemacht hätte.

Nach langer Zeit völlig ereignislosem Spiel scheiterten erst Makaay aus sechs Metern, als er freistehend übers Tor schoss, dann Santa Cruz mit einem tollen Schuss an Ricardo, ehe es eine Schrecksekunde für die Bayern in der 77. Minute gab: Moutinho schoss einen von Ottl an Nani verursachten Freistoß aus 20 Metern über die Mauer an die Latte.

Auch in der Schlussphase änderte sich nichts mehr, abgesehen von ein paar Ruppigkeiten bekamen die Zuschauer in der Allianz Arena nur wenig geboten und verabschiedeten die Teams mit einem Pfeifkonzert.

Der FC Bayern muss nun am 5. Gruppenspieltag am 22. November bei Spartak Moskau (18.30 Uhr) ran, während Sporting Lissabon bei Inter Mailand gastiert.