Bundesliga

Zingler will Fans im Stadion: "Entscheidungen verhältnismäßig"

Schmiedebach und Reichel gehen

Zingler will Fans im Stadion: "Entscheidungen verhältnismäßig"

Union Berlin

Nach der Partie feierten die Spieler von Union Berlin mit einer größeren Gruppe, die sich vor dem Stadion versammelt hatte. imago images

"Wir spielen Fußball für Menschen, und zwar in erster Linie für Menschen im Stadion. Darauf arbeiten wir mit aller Kraft hin", schreibt Zingler im Stadionheft zur Partie gegen Düsseldorf. Er wünsche sich "für den Start in die neue Saison klare und verständliche Regeln für die Wiederzulassung von Menschen zu Großveranstaltungen ohne Abstandsregeln", so Zingler.

Emotionen mit anderen Menschen zu teilen ist unmöglich, wenn uns anderthalb Meter trennen.

Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin

Aktuelle Zeitpläne, wann Fans wieder im Stadion zugelassen werden, gibt es noch nicht. In den Niederlanden sollen schon ab September Zuschauer wieder mit Einschränkungen in die Stadien zurückkehren.

"Emotionen mit anderen Menschen zu teilen ist unmöglich, wenn uns anderthalb Meter trennen", so Zingler deutlich. "Beharren wir über einen langen Zeitraum auf Abstandsregeln bei Sport- oder Konzertveranstaltungen, verändern bzw. beschädigen wir diese Erlebnisse nachhaltig. Wir zerstören das, was wir bisher auf genau diese Weise liebten und was Teil unseres sozialen Lebens war: menschliche Kontakte bei Sport oder Musik."

"Abstandsregel nie als auf Dauer hinnehmbar akzeptieren"

Wie schon in den Wochen zuvor, versammelte sich vor der Alten Försterei eine Gruppe von Fans, die im Stadion klar zu hören war. Nach der Partie bedankten sich die Spieler bei den zahlreichen angereisten Zuschauern.

"Ich möchte Entscheidungen als verhältnismäßig empfinden können gegenüber anderen Risiken, denen wir uns im Leben entgegenstellen müssen und schon immer mussten. Wir dürfen die Abstandsregel nie als auf Dauer hinnehmbar akzeptieren", so Zingler.

Abschließend gab der Präsident der Eisernen bekannt, der 1. FC Union sei bereit, "alles in seiner Kraft Stehende zu tun, um in seinem Stadion so bald wie möglich wieder Menschen ohne Abstand zueinander zu empfangen".

Schmiedebach und Reichel müssen den Verein verlassen

Wie am Rande des letzten Saisonspiels außerdem bekannt wurde, verlassen Manuel Schmiedebach und Ken Reichel die Eisernen nach der Saison. Bei beiden wurde der Vertrag nicht verlängert. Reichel stand gegen die Fortuna über die volle Distanz auf dem Platz, Schmiedebach wurde in der Schlussphase eingewechselt. Auch Maurice Opfermann Arcones, der noch kein einziges Profi-Spiel absolvierte, muss den Verein verlassen.

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