Basketball

BBL: Alba Berlin warnt vor frühem Jubel - Ludwigsburg hofft auf Knight

Baldi trotz 23-Punkte-Vorsprung: Kontrollverlust gegen Ludwigsburg möglich

Alba warnt vor frühem Meisterjubel - Riesen hoffen auf Knight

Alba Berlin

Wird's nochmal brenzlig? Alba um Coach Aito scheint den Titel fast schon sicher zu haben. picture-alliance

Vorzeitige Meisterstimmung wollte bei Alba Berlin noch nicht aufkommen. Die Spieler klatschten sich in der Kabine nach der Basketball-Demonstration im ersten Play-off-Finale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg ohne große Freudenschreie ab. Trainer Aito Garcia Reneses im Teamhotel und Geschäftsführer Marco Baldi auf der Tribüne schalteten trotz des überlegenen 88:65-Siegs und eines 23-Punkte-Vorsprungs in den Warnmodus.

"Es kann immer etwas schief gehen gegen Ludwigsburg", sagte Alba-Macher Baldi am späten Freitagabend. "Gegen Göttingen und Oldenburg habe ich nicht gesagt: Oh, jetzt müssen wir aufpassen. Aber gegen Ludwigsburg. Sie kommen in die Köpfe rein, man kann sehr schnell die Kontrolle über das Spiel verlieren."

"In der Halbzeit zu gewinnen, bedeutet nichts"

Trotz dieser Beteuerungen ist dem Hauptstadtklub sein neunter deutscher Meistertitel vor dem zweiten Duell am Sonntag (15.00 Uhr, LIVE! im Ticker bei kicker und im Stream bei MagentaSport) kaum noch zu nehmen. Schon im Viertelfinale gegen die BG Göttingen (+25 Punkte) und im Halbfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg (+29) waren die Duelle nach einem Spiel entschieden gewesen. "In der Halbzeit zu gewinnen, bedeutet nichts. Du musst am Ende gewinnen", sagte allerdings Coach Aito, der nach dem Pokalsieg vor gut vier Monaten seinen zweiten Titel mit den Berlinern feiern will. Seit zwölf Jahren wartet Alba auf die Rückkehr des Meisterpokals in die Hauptstadt.

Knight: Patrick kann Comeback "nicht forcieren"

Dass Ludwigsburg bei seiner ersten Finalteilnahme weitgehend chancenlos blieb, lag auch am Ausfall von Leistungsträger Marcos Knight. Ob der US-Aufbauspieler, der durch die Halle humpelte, trotz seiner Fußverletzung im zweiten Endspiel dabei sein kann, ist offen. "Ich weiß es noch nicht. Er hat selbst gesagt, dass er zu viel Schmerzen hat. Ich kann es nicht forcieren", sagte Riesen-Coach John Patrick. "Ich respektiere es auch. Er fightet immer, er hat die ganze Saison mit kleinen Verletzungen gespielt. Ich glaube ihm, wenn er sagt, dass es zu viel ist. Natürlich ist es ein harter Schlag, wenn er nicht spielen kann."

dpa

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