Regionalliga

Insolvenz: Nordhausen zieht sich aus Regionalliga zurück

Neues Präsidium verkündet Gang in die Oberliga

Insolvenz: Nordhausen zieht sich aus Regionalliga zurück

Logo des FSV Wacker Nordhausen

Bei Wacker Nordhausen gibt es erst einmal keinen Regionalliga-Fußball mehr zu sehen. imago images

"Hiermit müssen wir leider mitteilen, dass wir am Spielbetrieb der Regionalliga Nordost 2020/2021 nicht teilnehmen können", ließ der FSV Wacker 90 am Donnerstag wissen. Entsprechend erscheint der Klub auch in der am Abend veröffentlichten Staffeleinteilung des NOFV in der Oberliga Süd, in der bisher bereits die zweite Mannschaft spielte - und in der nun auch der ebenfalls abgerutschte FC Rot-Weiß Erfurt auftaucht.

Die finanziellen Probleme in Nordhausen ziehen damit weitere Konsequenzen nach sich. Bereits Anfang Dezember hatte die Spielbetriebsgesellschaft des FSV, über die der Profibereich des Vereins organisiert ist, Insolvenz angemeldet. Durch den zu der Zeit noch obligatorischen Punktabzug von neun Zählern rutschte Wacker in der Tabelle ab, in der offiziellen Abschlusstabelle der Regionalliga Nordost wird Nordhausen auf Rang 13 geführt.

Regionalliga Nordost - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Lok Leipzig 1. FC Lok Leipzig
47
2
VSG Altglienicke VSG Altglienicke
47
3
Cottbus Energie Cottbus
45
Wacker Nordhausen - Vereinsdaten
Wacker Nordhausen

Gründungsdatum

01.11.1905

Regionalliga Nordost - Torjäger 2019/20
Hertha II Kiprit Muhammed
16
Auerbach Zimmermann Marc-Philipp
16
Cottbus Brügmann Felix
15
Trainersteckbrief Seipel

Seipel Andreas

Regionalliga Nordost - 34. Spieltag

Auch der Verein meldet Insolvenz an

Sportlich wäre die Qualifikation für eine weitere Saison in der Viertklassigkeit also in jedem Fall gelungen, finanziell besteht die Möglichkeit aber nicht. Inzwischen sind die Schwierigkeiten nicht nur für die Spielbetriebsgesellschaft, sondern auch für den eingetragenen Verein deutlich.

"Wir müssen hier klar und eindeutig die Situationen des Vereins und der GmbH unterscheiden und differenzieren", hatte der damalige Wacker-Vizepräsident Hans-Joachim Junker zwar noch angesichts des Insolvenzantrags im Dezember erklärt. Doch nach einer Neuwahl des Präsidiums vollzog der e.V. nun denselben Schritt und zeigte beim Amtsgericht die Insolvenz an. "Bei der Sichtung erster Unterlagen war dieser Schritt unumgänglich", teilte das Gremium um den neuen Präsidenten Torsten Klaus mit. Erst gut eine Woche zuvor waren der Trainer der U 23 und seine Präsidiumskollegen auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in ihre Ämter gewählt worden.

bru