Regionalliga

Saisonabbruch in der Regionalliga Nord: VfB Lübeck steigt auf

Aufstockung auf 22 Teams und Aufteilung in zwei Staffeln

Saisonabbruch in der Regionalliga Nord: Lübeck steigt auf

Aufsteiger: 2020/21 gibt es beim VfB Lübeck Drittligafußball zu sehen.

Aufsteiger: 2020/21 gibt es beim VfB Lübeck Drittligafußball zu sehen. imago images

Eine Fortführung der Saison mit Geisterspielen stand für keinen der Klubs zur Disposition, die allgemeine Auffassung war, dass eine Beendigung der Saison alternativlos sei. Damals sprach sich die Mehrzahl auch dafür aus, dass es keine Absteiger geben und dass die Meisterschaft und damit auch die Frage nach dem Aufsteiger in Liga drei durch K.-o.-Spiele zwischen Tabellenführer VfB Lübeck (61 Punkte, 25 Spiele) und Verfolger VfL Wolfsburg II (56 Punkte, 24 Spiele) entschieden werden soll. Ganz so kam es nun aber doch nicht.

Wie der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) nach seinem außerordentlichen und erstmals in der Geschichte in digitaler Form durchgeführten Verbandstag mitteilte, wurde beschlossen, dass die Saison abgebrochen und dass es keine Absteiger geben wird. Allerdings gibt es keine Entscheidungsspiele, da eine Quotientenregelung (Stichtag ist dabei der 12. März 2020) zur Anwendung kommt und Lübeck damit als Meister feststeht. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen - auch der VfL Wolfsburg stimmte folglich dafür.

"Niemand hätte gedacht, als in den einzelnen Ligen im vergangenen Sommer der Startschuss fiel, dass die Spielzeit auf diese Art und Weise beendet werden muss und uns alle vor so große Herausforderungen stellt", sagte NFV-Präsident Günter Distelrath in einer Pressemitteilung: "Ich bin überzeugt, dass Offizielle, Spieler und Fans aller Teams die Saison lieber auf sportlichem Wege beendet hätten. Dennoch gratuliere ich allen Meistern zu ihrem Erfolg und wünsche den Aufsteigern alles Gute für die kommenden Monate."

Die Entscheidung hat weitreichende Folgen für die kommende Saison. Weil es keine Absteiger gibt, dafür aber fünf Aufsteiger (VfV 06 Hildesheim, Atlas Delmenhorst, Teutonia 05, FC Oberneuland und Phoenix Lübeck), kommt es zu einer Aufstockung auf 22 Mannschaften. Aus diesem Grund wird die Regionalliga Nord 2020/21 wie angekündigt zweigleisig starten - jeweils elf Mannschaften in zwei regional aufgeteilten Staffeln. Anschließend gibt es eine Meister- und eine Abstiegsrunde.

Wann genau die Spielzeit 2020/21 starten wird, ist wegen der Folgen der Corona-Pandemie noch nicht klar.

drm

Regionalliga Nord - Interview

So will Richard Golz Altona 93 als 3. Kraft Hamburgs etablieren

alle Videos in der Übersicht