Bundesliga

Realist Hradecky: "Aber am Ende entscheidet Gladbach, wo sie landen"

Leverkusens Torhüter vor dem Fernduell mit Gladbach

Realist Hradecky: "Aber am Ende entscheidet Gladbach, wo sie landen"

Bayer-Keeper Lukas Hradecky

Einen Platz höher? Sicherlich der Wunsch von Bayer-Keeper Lukas Hradecky. imago images

Egal, wie es Lukas Hradecky auch betrachtet: Am Ende liegen die Chancen, dass Bayer 04 am letzten Spieltag sich den am Samstag in Berlin verspielten 4. Platz noch zurückerobert, eher im niedrigen Bereich. Da helfen auch alle positiven Ansatzpunkte des grundoptimistischen Torhüters nichts.

Hradecky: Mainzer Spannungsabfall möglich

Diese gibt es vor dem finalen Akt in der Liga durchaus: Das fängt schon beim Leverkusener Gegner an. "Mainz wird schon ein wenig durchpusten. Die hatten eine schwierige Saison. Jetzt sind sie im grünen Bereich", glaubt Hradecky, dass die 05er nach dem realisierten Klassenerhalt einen gewissen Spannungsabfall erleiden könnten, "wir müssen einfach durchziehen und unser Spiel gewinnen".

Doch ein eigener Erfolg bringt rein gar nichts, wenn sich nicht Gladbach gegen Hertha BSC einen Ausrutscher in Form einer Niederlage erlaubt. Dieser Konstellation möchte die Werkself zumindest mit der eigenen Vorstellung gegen Mainz Vorschub leisten. Nämlich in Form einer frühen Führung.

"Dann fehlt beim Spiel in Gladbach nur ein Tor und Hertha ist immer stark bei Ecken. Man könnte ein bisschen Druck aufbauen", setzt der finnische Nationalspieler auf den Faktor Psyche, stellt jedoch realistisch fest: "Aber am Ende entscheidet Gladbach selber, wo sie landen. Aber vielleicht kann man ein bisschen Einfluss mit einem frühen Führungstor nehmen..."

Psychologische Kriegsführung gibt es vor dem Fernduell nicht wirklich. Geschäftsführer Rudi Völler erklärte zwar, dass jetzt der Druck bei Gladbach liege. Das war es aber auch schon mit den Sticheleien. "Man könnte vielleicht etwas über die Medien anschieben", weiß Hradecky, "aber es ist ein Gentleman-Sport. Sie haben ihre Chance, wir hatten unsere Chance. Das ist das Schöne am Sport, dass am Spieltag alles passieren kann. Wie man am Samstag gesehen hat."

Keeper denkt nicht an ein Fußballwunder

Auf das wirkliche Fußballwunder, nämlich, dass Bayer 04 mit einem Kantersieg mit mindestens neun Toren Differenz die Borussia im Fall eines Gladbacher Unentschiedens noch abfangen kann, setzt er nicht. "Daran glaube ich nicht. Natürlich hat Mainz von Leipzig eine Klatsche (0:8 am 10. Spieltag, Anm. d. Red.) bekommen, aber das wird ihnen nicht nochmal passieren. Dafür braucht man schon eine außergewöhnliche Effektivität", weiß Hradecky. Und diese hatte Bayer zuletzt bei der 0:2-Niederlage bei Hertha BSC genauso wenig wie jetzt die Entscheidung in der eigenen Hand.

Stephan von Nocks

Bayern bleibt makellos, Bayer rutscht ab: Die Bundesliga-Tabelle seit dem Re-Start