NFL

Equanimeous St. Brown kann sich vorstellen, "Proteste ins Stadion zu tragen"

Deutsch-Amerikanischer NFL-Profi äußert sich zur aktuellen Rassismus-Debatte

St. Brown kann sich vorstellen, "Proteste auch ins Stadion zu tragen"

Equanimeous St. Brown ist Wide Receiver bei den Green Bay Packers.

Äußert sich zur steten und neu entflammten Rassismus-Debatte: Equanimeous St. Brown, Wide Receiver der Packers. imago images

Der deutsch-amerikanische Wide Receiver Equanimeous St. Brown, unter Vertrag bei den Green Bay Packers, hält weitere Proteste gegen Rassismus in der NFL für möglich. Er könne sich vorstellen, "dass wir Proteste auch ins Stadion trage", sagte der 23 Jahre alte Sohn einer deutschen Mutter und eines US-amerikanischen Vaters dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag).

St. Brown, der in der NFL seit 2018 unterwegs ist, hat selbst bereits Erfahrungen mit Rassismus gemacht. "Wirklich getroffen hat mich, als ich in der Highschool auf eine Party wollte. Da haben die gesagt, dass keine Schwarzen rein dürfen", sagte er. "Das hat mich wütend gemacht. Ich wollte nur Spaß haben - das war ein schlimmer Moment."

Das Thema Rassismus ist seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd sehr präsent und hat - nicht nur in den USA - zu zahlreichen Demonstrationen mit hunderttausenden Teilnehmern geführt. Bereits 2016 hatte NFL-Quarterback Colin Kaepernick knieend bei der Nationalhymne seinen Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und Rassismus ausgedrückt.

St. Brown wurde 2018 in der 6. Runde von den Green Bay Packers gedraftet. In seiner Rookie-Saison kam er auf 21 Catches und 328 Receiving Yards. In der Vorbereitung auf die Saison 2019 zog er sich eine schwere Knöchelverletzung zu und fiel für die komplette Spielzeit aus.

Die NFL hält trotz der derzeitigen Coronavirus-Pandemie in den USA weiterhin am geplanten Ligastart am 11. September 2020 fest. Allerdings soll die Pre-Season verkürzt werden.

dpa/jer

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