2. Bundesliga

St. Paulis Christopher Avevor: "Dafür müssen wir uns schämen"

FC St. Pauli mit einer katastrophalen Leistung in Hannover

Avevor: "Dafür müssen wir uns schämen"

 Christopher Avevor und Leo Östigard.

Es herrscht Redebedarf bei den Kiez-Kickern: Christopher Avevor und Leo Östigard. imago images

Auf das sportliche Erfolgserlebnis gegen Aue (2:1) folgte die Ernüchterung in Hannover: St. Pauli geriet unter die Räder, verlor am Ende deutlich mit 0:4. "Heute hat uns eine qualitativ überlegene Mannschaft unsere Defizite aufgezeigt. Wenn Hannover auf das Gaspedal gedrückt hat, konnten wir nicht folgen. Wenn sie die Handbremse angezogen haben, sah es bei uns einigermaßen ordentlich aus. Das ist ein großer Qualitätsunterschied", fiel das ernüchternde Fazit von Luhukay auf der Website der Hamburger aus.

Es gab an diesem Mittwochabend nichts schönzureden aus Sicht der Kiez-Kicker, die bereits nach 17 Minuten mit 0:2 in Rückstand lagen. "Das Ergebnis drückt das aus, was heute passiert ist. Hannover hat uns komplett auseinandergespielt. Wir haben nirgendwo auf dem Feld Zugriff gefunden oder Zweikämpfe gewonnen. Wir sind eigentlich nur hinterhergelaufen und haben es Hannover heute extrem einfach gemacht, das Spiel zu gewinnen", so Daniel Buballa.

Noch deutlicher wurde da sein Teamkollege Christopher Avevor. "Da ist überhaupt nichts schön zu reden. Das ist eine Leistung, für die wir uns schämen müssen. Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht anwesend und haben gar keine Mittel gegen die Hannoveraner gefunden. Wir waren tot auf dem Platz. Auch wenn es in der zweiten Halbzeit minimal besser war, war das in keiner Weise zufriedenstellend. Für alle, die dieses Spiel vor dem Fernseher verfolgt haben, war es wahrscheinlich eine Qual, es angucken zu müssen", sagte der Defensivmann, der in der 73. Minute eingewechselt wurde.

Es gibt eine Menge, was wir besser machen müssen.

Christopher Avevor

Zweifelsohne war dieser blutleere Auftritt in Niedersachsen ein Tiefpunkt in dieser schwierigen Saison der Kiez-Kicker. Aktuell steht der FC St. Pauli auf dem 13. Tabellenplatz und hat fünf Zähler Vorsprung auf den 16. Karlsruhe. Die Luhukay-Elf ist zumindest rechnerisch mit Blick auf den Klassenerhalt noch nicht durch. Daher gilt es, am Sonntag gegen Regensburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) sowie eine Woche darauf in Wiesbaden ein anderes Gesicht als in Hannover zu zeigen. "Jetzt müssen wir das Spiel analysieren und uns den Allerwertesten aufreißen. Es gibt eine ganze Menge, was wir besser machen müssen, um noch die nötigen Punkte zu holen", so Avevor.

mst