Bundesliga

TSG Hoffenheim: Stafylidis vor ungewisser Zukunft

TSG Hoffenheim peilt in Augsburg neuen Rekord an

Stafylidis vor ungewisser Zukunft

Konstantinos Stafylidis konnte bei der TSG Hoffenheim noch nicht richtig Fuß fassen.

Konstantinos Stafylidis konnte bei der TSG Hoffenheim noch nicht richtig Fuß fassen. imago images

Für dieses Vorhaben scheint Augsburg das richtige Stadion zu sein, denn die letzten vier Gastspiele gewannen die Kraichgauer dort allesamt, dreimal zuletzt sogar ohne Gegentor.

Rosen: "Wir sind gewarnt"

Davon lässt sich Hoffenheims Manager Alexander Rosen allerdings nicht blenden vor dem Spiel in seiner Geburtsstadt gegen seinen Heimatverein. "Der FCA hat eine unangenehme Mannschaft, wir haben auch im Hinspiel eine unangenehme Erfahrung gemacht." Damals verlor die TSG 2:4 in Sinsheim, alle vier Treffer hatte Florian Niederlechner vorbereitet, Augsburgs Angreifer ist weiter gut drauf und erzielte am Sonntag in Mainz den Siegtreffer. "Sie haben am Sonntag einen großen Schritt gemacht, sie sind noch nicht ganz im Ziel, haben aber nur eine der letzten fünf Partien verloren, sie werden die Liga halten, das haben sie so gut wie geschafft. Wir sind gewarnt."

Rosen: Stafylidis "kam nie in einen richtigen Rhythmus"

Eine besondere Reise wird der Ausflug nach Augsburg für Konstantinos Stafylidis. Der Ex-Augsburger war im Sommer ablösefrei vom FCA zur TSG gewechselt und sollte helfen, die durch Nico Schulz (nach Dortmund) entstandene Lücke auf der linken Seite zu füllen. Das schaffte der Grieche nicht. Überhaupt sind erst sieben Einsätze für den 26-Jährigen in dieser Saison notiert, nur viermal stand der Linksfuß in der Hoffenheimer Startelf. "Er kam nie in einen richtigen Rhythmus, war immer mal wieder verletzt, immer Kleinigkeiten", erläutert Rosen. Doch das erklärt nicht alles. Unter dem jüngst entlassenen Trainer Alfred Schreuder hatte Stafylidis nie eine ernsthafte Chance. Nur als sich gleich zu Beginn der Saison Steven Zuber verletzte, durfte Stafylidis kurz ran, mit der Folge, dass Schreuder lieber Angreifer Robert Skov zum Linksverteidiger umschulte. Der Däne wurde auch erst wieder in sein angestammtes Terrain entlassen, als Zuber wieder fit war.

Ob nun nach Schreuder die Karten neu gemischt werden, bleibt abzuwarten. "Mal sehen, ob er noch mal zum Einsatz kommt", bleibt Rosen vage, "ein richtiger Fighter, der akzeptiert und anerkannt ist bei den Jungs, der richtig gemocht wird. Aber angesichts der geringen Spielzeit bestehen einige Fragezeichen, die sind offen kommuniziert, das werden wir nach der Saison auch in Abhängigkeit mit der neuen Cheftrainerpersonalie mit ihm diskutieren."

Lockangebot für künftige Arbeitgeber?

Die Zukunft von Stafylidis ist komplett ungewiss, sehr fraglich, dass der noch drei Jahre gültige Vertrag auch tatsächlich in Hoffenheim erfüllt werden wird. Deshalb klingen die von Rosen angeführten Vorzüge des Verteidigers schon verdächtig nach einem Lockangebot für künftige Arbeitgeber. "Er hat einen richtig guten linken Fuß und auch richtig Tempo und ist sehr aggressiv im Zweikampf. Er ist nicht umsonst Kapitän der griechischen Nationalmannschaft." Bei der TSG konnte sich Stafylidis bisher jedenfalls nicht etablieren.

Michael Pfeifer

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