3. Liga

FCK bestätigt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren

Aus sportlicher Sicht geht es am Dienstag in Würzburg weiter

FCK bestätigt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren

Soeren Oliver Voigt

Soeren Oliver Voigt ist seit Dezember 2019 beim 1. FC Kaiserslautern tätig. imago images

In einer Pressemitteilung gab der FCK nun auch offiziell bekannt, beim Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt zu haben. Der kicker hatte darüber bereits am Sonntag berichtet. "Ziel des Verfahrens ist es, zügig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen", sagte Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt. Niemandem sei die Entscheidung leicht gefallen, diesen Schritt zu gehen, so Voigt weiter. Doch: "Mit dieser Option auf eine mittel- und langfristige wirtschaftliche Sanierung können wir jedoch unsere Handlungsspielräume spürbar erweitern und dem Spielbetrieb den Rücken freihalten", sagte der seit Dezember 2019 amtierende Funktionär.

Voigt und Markus Merk, Vorsitzender des Aufsichtsrats, sowie der Generalbevollmächtige Dirk Eichelbaum und Rechtsanwalt Dr. Frank Schäffler werden am Nachmittag in einer Pressekonferenz über die gegenwärtige Lage und das weitere Vorgehen informieren (der kicker ist vor Ort und wird im Anschluss berichten).

Schommers über die sportliche Lage: "Da muss man auch mal mehr als zehn Stunden arbeiten"

In den Hintergrund gerät dabei fast das Sportliche - doch auch in der 3. Liga sind die Roten Teufel weiterhin gefordert. Durch den 2:0-Heimsieg gegen den Chemnitzer FC am vergangenen Wochenende hat der FCK immerhin einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Dank noch anstehender direkter Duelle der Konkurrenz im Tabellenkeller und einem Sieben-Punkte-Polster können die Lauterer aus sportlicher Sicht zumindest erst mal aufatmen. Der dicht getaktete Drittliga-Spielplan lässt dem Team Trainer Boris Schommers aber wenig Zeit, schon am Dienstagabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) steht das Duell bei den Würzburger Kickers an, die im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitsprechen wollen. "Hauptsächlich zeichnet sie aus, dass sie sehr konstant gespielt haben, auch schon vor Corona", weiß Schommers.

Für ihn geht es ungeachtet aller Vorgänge weiterhin darum, "auf die Basis" aufzubauen, das Team weiter zu entwickeln - auch wenn die Pfälzer in dieser Saison wohl weder im Aufstiegsrennen noch im Abstiegskampf richtig gefordert werden. Dennoch geht das Trainerteam die wartenden Spieltage mit hoher Akribie an. "Es ist unser hoher Anspruch, jedes Spiel nachzubereiten, was uns auch gelingt. Gerade nach dem Spiel gegen Chemnitz wäre es einfach gewesen, alles unter den Teppich zu kehren und zu sagen: 'Wir haben gewonnen und putzen uns den Mund ab.'" Es habe aber Punkte gegeben, die die Spieler im Nachgang visuell "sehen mussten", so Schommers, um es "gegen Würzburg besser zu machen".

Auch die Vorbereitung auf die Gegner soll unter den zahlreichen englischen Wochen nicht leiden. "Es ist aber auch schön, in diesem Beruf arbeiten zu können. Da muss man auch mal mehr als zehn Stunden arbeiten", betont Lauterns Cheftrainer. Schließlich werde es nach dem Saisonende ja auch wieder etwas ruhiger.

Zwei Ex-Würzburger fehlen womöglich am Dienstag

Für das am Dienstag anstehende Spiel muss Schommers weiterhin auf Simon Skarlatidis verzichten, der damit das Gastspiel bei seinem Ex-Klub verpasst. Der Einsatz von Mittelfeldmann Janik Bachmann, der ebenfalls im vergangenen Sommer vom Dallen- auf den Betzenberg kam, ist fraglich. Dafür steht Stürmer Andri Runar Bjarnason wieder zur Verfügung.

pau