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Fabian Herbers: "Wenn Witsel keinen Bock mehr hat, kann der BVB anrufen"

MLS-Profi über Chicago Fire, Schweinsteiger und den BVB

Fabian Herbers: "Wenn Axel Witsel keinen Bock mehr hat, kann der BVB anrufen"

Fabian Herbers

Seit Ende 2018 für Chicago Fire am Ball: Fabian Herbers. imago images

Ein bisschen eingerostet ist die deutsche Sprache schon, obwohl Fabian Herbers zwei, drei Mal in der Woche mit seiner Familie in NRW telefoniert. Seit mittlerweile sieben Jahren lebt der im Münsterland geborene Fußballer nun in den USA, und "wenn man den ganzen Tag Englisch spricht, ist es manchmal schwierig" mit der Muttersprache.

In der neuen Ausgabe "kicker meets DAZN - Der Fußball Podcast" erklärt Herbers, wie er vor über sieben Jahren am College in Omaha (Nebraska) gelandet ist. "Ich wollte eigentlich in Deutschland studieren, aber weiterhin Fußball spielen." Weil bei der Regionalliga aber wohl "nicht so viel Geld" rausgesprungen wäre, entschied er sich für den zweigleisigen Weg in den USA. "Das ist ein saucooles System. Mit 22 hast du deinen Bachelor und kannst dich immer noch entscheiden, wie es weitergeht: Willst du ins Arbeitsleben einsteigen oder den Weg Fußball wirklich weitergehen?"

Herbers' Weg zum "Geheimfavoriten" und der Trade nach Chicago

Bei Herbers ist der Plan voll aufgegangen. "Ich hab' den statistikverrückten Amis mit vielen Toren und Assists geholfen, mich zu entdecken", scherzt er. 2016 wählten ihn die Philadelphia Union mit dem sechsten Pick im MLS-Superdraft. Das, gibt Herbers zu, war sowieso "mein Geheimfavorit".

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Nach 57 Pflichtspielen, fünf Treffern und zehn Vorlagen wurde Herbers im Dezember 2018 nach Chicago getradet. Dieses Tauschsystem sei "nicht immer ideal für die Spieler", kritisiert Herbers. "Wenn du zum Beispiel eine Familie hast und plötzlich in eine andere Stadt ziehen musst. Es wäre schon gut, wenn man da ein bisschen Mitspracherecht hätte."

Herbers würde sich Angebote anhören: "Ich bin für alles offen"

Und dennoch hat Herbers in der "Windy City" ein neues Zuhause gefunden, beim ehemaligen Team von Ikone Bastian Schweinsteiger. Dass er mit dem Weltmeister von 2014 noch eine Saison zusammenspielen durfte, war für Herbers "unvorstellbar".

Und was hält die Zukunft bereit für den mittlerweile 26-Jährigen? "Ich bin für alles offen", erklärt Herbers, der sich Angebote aus Deutschland oder Europa anhören würde. Als Kind, so sagt er, hat er in BVB-Bettwäsche geschlafen: "Das war immer mein Verein. Auch heute verfolge ich hauptsächlich die Spiele von Dortmund. Also wenn Emre Can sich mal verletzt oder Axel Witsel keinen Bock mehr hat, bin ich für einen Anruf bereit."

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mkr