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Finalsieg bei der IIHF Esports Fan Championship

Finnland krönt sich zum Champion auf dem virtuellen Eis

Finalsieg bei der IIHF Esports Fan Championship

Finnland hat den Gewinn der IIHF Esports Fan Championship 2020 gefeiert. IIHF

Als ob es einer weiteren Machtdemonstration bedurft hätte, gingen die Finnen das Finale mit voller Entschlossenheit an - immerhin ging es gegen den Nachbarn aus Schweden. Sebastian 'SebbeLarsen86' Larsen und Henrik 'eken45jr' Eklund hatten zu keinem Zeitpunkt eine echte Chance, besonders 'SebbeLarsen86' musste einstecken. Mit 2:7 und 3:12 unterlag der 20-Jährige 'rottadee', der bislang eher als schwächerer Part des finnischen Duos wahrgenommen wurde. Im Endspiel allerdings sorgte er für klare Verhältnisse, während sich 'Tilantekija' gegen 'eken45jr' (3:2 und 2:1) und sein Defensivbollwerk schwertat. Myllymäkis herausragende Leistung wurde anschließend auch vom Teamkollegen gewürdigt, Tammenpää wollte gar einen Fanclub für sein PlayStation 4-Pendant gründen. Er selbst dürfte durch die IIHF Esports Fan Championship allerdings auch einige Sympathisanten hinzugewonnen haben.

'Tilantekija', der 2018 bereits die NHL Gaming World Championship für sich entscheiden konnte, blieb in allen 14 Einzelmatches ungeschlagen und wurde vollkommen folgerichtig zum MVP des Turniers ernannt. Im Halbfinale gegen Russland - nicht nur aufgrund der politischen Historie zwischen beiden Nationen eine brisante Begegnung - deklassierte er Maksim 'mahoney88' Krinitsyn mit 9:1 und 13:0. Auch der Deutsche Martin 'Venomenyce' Perenz hatte im Xbox One-Duell des Viertelfinals die Qualität des Ausnahmespielers zu spüren bekommen: Tammenpää bezwang den 34-Jährigen mit 8:2 und 7:2, 'rottadee' hatte derweil gegen Tim 'Timasy' Hess (2:1 und 2:3) geschwächelt. Generell kam keine Mannschaft einem Erfolgserlebnis gegen Finnland so nah wie das deutsche Doppel - angesichts einer 8:19-Niederlage will das einiges heißen.

Finnischer Siegeszug wird virtuell fortgesetzt

"Suomi" bestimmte das Turnier vom Achtelfinale an, kein Team legte eine derartige Konstanz an den Tag. Minimale Restzweifel an der finnischen Vorherrschaft bleiben, da die direkten Vergleiche mit den nordamerikanischen Schwergewichten Kanada und USA nicht zustande kamen. Schweden hatte die Kanadier im Halbfinale dramatisch knapp mit 17:16 geschlagen und für eine kleine Überraschung gesorgt. Und obwohl Quervergleiche im (e)Sport bekanntlich hinken, ist entsprechend davon auszugehen, dass die Finnen auch in einem Finale gegen Kanada gute Karten gehabt hätten. 'Tilantekija' und 'rottadee' erwiesen ihrem Land alle Ehre und setzten den blau-weißen Siegeszug fort: Erst im vergangenen Jahr hatte die finnische Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei sensationell den Thron bestiegen. Die Mission Titelverteidigung ist 2020 infolge der Corona-Krise nicht möglich, virtuell jedoch wurde der nächste Höhepunkt gesetzt.

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Niklas Aßfalg