2. Bundesliga

Fürth ist das schwächste Team seit dem Re-Start

Mavraj und Nielsen geben ihr Comeback

Fürth ist das schwächste Team seit dem Re-Start

Stefan Leitl

"Wir müssen uns an die eigene Nase fassen": Fürths Trainer Stefan Leitl. imago images

Vom Anpiff weg drehte Fürth auf: Die Spielvereinigung beherrschte den Gegner in der ersten Hälfte, hatte mehr Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe und dominierte spielerisch. "Dynamo-Schreck" Daniel Keita-Ruel, der schon beim 2:0 im Hinspiel für die Kleeblatt-Tore gesorgt hatte, köpfte eine Flanke von Maxi Wittek zum hochverdienten 1:0 ins Tor (14.). Bis zur Pause konnte man den Weiß-Grünen nur vorwerfen, nicht nachgelegt zu haben. Die beste Möglichkeit dafür hatte Ex-Dresdner Marvin Stefaniak, der bei einem Alleingang nur den Pfosten traf (19.).

"Ich denke, in der ersten Hälfte müssen wir dann höher führen als 1:0", analysierte auch Fürths Trainer Stefan Leitl. "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben das Spielgeschehen wirklich dominiert und sind dann auch zurecht in Führung gegangen. Da müssen wir uns schon an die eigene Nase fassen, dass wir nicht konsequent auf das zweite Tor gespielt haben, obwohl wir wirklich sehr gute Möglichkeiten hatten."

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten
SpVgg Greuther Fürth

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Leitl
Leitl

Leitl Stefan

SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
Karlsruhe Karlsruhe (H)
1
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2
Bochum Bochum (A)
2
:
2
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bielefeld Arminia Bielefeld
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2
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53
3
Stuttgart VfB Stuttgart
52

Leitl kritisiert: "Nicht konsequent verteidigt"

Spielbericht

Mit Wiederanpfiff aber verlor die SpVgg zunächst komplett den Faden und kassierte das 1:1. "Nicht konsequent verteidigt", prangerte Leitl an, als weder Paul Seguin noch Paul Jaeckel einen Eckball gegen den 2,01-Meter-Hünen und Torschützen Simon Makienok verteidigen konnten. "Beim Eckball muss ich den Körperkontakt suchen, um den Kopfball zu stören. Das ist dann zu einfach", kritisierte der Kleeblatt-Coach, dessen Mannschaft nicht wieder zum starken Auftritt aus Abschnitt eins zurückfinden sollte. "Wir haben bis kurz vor Schluss wenig Akzente gehabt. In der Summe ist es dann ein gerechtes Unentschieden."

Krisenstimmung vor dem Derby

Oder anders gesagt: Fürth muss erneut verlorenen Punkten hinterhertrauern. Davon gab es seit dem Re-Start nur drei in fünf Spielen (0/3/2). Damit sind die Franken das schlechteste Team seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs. In diesem Zeitraum wurde die SpVgg von Rang fünf auf Platz zehn durchgereicht. Im Hinblick auf die Einnahmen aus dem TV-Ranking ein heftiger Einschnitt. Aus den letzten zehn Spielen holten die Franken nur einen einzigen Sieg (1/5/4).

Kann Fürth ausgerechnet im prestigeträchtigen Frankenderby in Nürnberg am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) die Negativserie brechen? Der Club ist seit sechs Runden sieglos (0/4/2). Was der SpVgg Hoffnung macht: Mit Innenverteidiger Mergim Mavraj und Offensivspieler Havard Nielsen gaben in Dresden gleich zwei wichtige Stützen ihr Comeback.

cru