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Der kicker-Countdown: 34 - Frankfurt kann nur gewinnen oder verlieren

Der kicker-Countdown

34 - Frankfurt kann nur gewinnen oder verlieren

Werner Lorant, Bum-Kun Cha, Friedel Rausch.

Eintracht Frankfurt zwischen Mai 1979 und Mai 1980: nur siegen (hier links jubeln Werner Lorant mit Bum-Kun Cha) oder verlieren (hier Trainer Friedel Rausch beim 1:4 bei Gladbach).

"Wenigstens einen Punkt mitgenommen", heißt es ja häufig nach einem Unentschieden. Diesen Gedanken konnte die Frankfurter Eintracht ein ganzes Jahr lang nicht haben. Denn es gab in der Bundesliga für sie kein Remis. Ganze 34 Spieltage lang, von Mai 1979 bis April 1980, hieß es für die Hessen nur: hopp oder Top.

Und die verteilten sich dann auch noch gleichmäßig: 17 Siege standen in der fraglichen Zeit 17 Niederlagen gegenüber. Eine Serie dieser Art hat es in der Bundesliga weder davor noch danach jemals wieder gegeben.

Am 5. Mai, am 30. Spieltag der Saison 1978/79, hieß es für die Eintracht 0:0 beim 1. FC Nürnberg. Es war das siebte (und letzte) Remis in der Spielzeit, in der das Team mit Friedel Rausch auf der Trainerbank am Ende den fünften Rang erreichte und in der Saison darauf mit legendären Spielern wie dem (tragisch schon mit 39 Jahren verstorbenen) Bruno Pezzey, Bernd Nickel, Karl-Heinz Körbel, Horst Ehrmantraut, Bernd Hölzenbein, Werner Lorant, Bum-Kun Cha und Norbert Nachtweih den UEFA-Pokal gewann.

In der Liga blieb Eintracht lange Zeit weiter ohne Unentschieden, bis in den April hinein. Erst am 3. Mai, fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Nullnummer in Nürnberg, sollte es wieder eine Punkteteilung geben, nämlich mit einem 2:2 beim 1. FC Köln. Am letzten Spieltag, einem 1:1 gegen 1860 München, sollte noch eine weitere hinzukommen. Sportlich brisant war es da nicht mehr: Platz neun stand am Ende für Frankfurt zu Buche.

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