Bundesliga

"Damit kann ich nie gut leben": Labbadia und das neue, bekannte Gefühl

Hertha BSC: Darida stellt neuen Laufrekord auf

"Damit kann ich nie gut leben": Labbadia und das neue, bekannte Gefühl

Hertha-Trainer Bruno Labbadia hat in Dortmund ein 0:1 notiert.

Hat nach vier Spielen und zehn Punkten die erste Niederlage als Hertha-Trainer kassiert (0:1 in Dortmund): Bruno Labbadia. imago images

3:0 in Sinsheim, 4:0 gegen Union, 2:2 in Leipzig und 2:0 gegen Augsburg: Der Re-Start von Hertha BSC unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia hatte sich mehr als sehen lassen können - schließlich war sogar Kontakt Richtung Europa-League-Plätze hergestellt. An diesem Samstag in Dortmund erwischte es die Berliner aber mal wieder, 0:1 hieß es nach 90 arbeitsintensiven Minuten mit wenigen Highlights.

Labbadia selbst analysierte das Spiel im Anschluss gegenüber "Sky" - und lobte allen voran den Gegner: "Erst einmal sind wir auf eine sehr, sehr gute und spielstarke Mannschaft getroffen. Da mussten wir auch ein Stück weit leiden und viel laufen - was die Mannschaft aber hervorragend gemacht hat." Allen voran Mittelfeldmotor Vladimir Darida: Der Tscheche spulte tatsächlich 14,65 Kilometer ab. Seit Beginn der Erfassung dieser Daten in der Saison 2013/14 hat kein Bundesliga-Profi bislang eine längere Distanz abgespult. "Das ist eine schöne Statistik, aber ich hätte lieber ein Tor in der Statistik gehabt", sagte der 29-Jährige.

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Frei von Fehlern agierte das Team um Darida an diesem Abend aber eben auch nicht, was einige Chancen für die Schwarz-Gelben und natürlich das entscheidende Gegentor dokumentierten. "Wir haben auch viele einfache Ballverluste gehabt", so Labbadia. "Auch die totale Sicherheit der letzten Spiele hat heute gefehlt, was aber eben auch am Gegner lag."

Alles in allem muss man der Mannschaft ein Kompliment machen.

Bruno Labbadia über seine Hertha-Schützlinge

Trübsal blasen kam für den ehemaligen Wolfsburger, Hamburger, Stuttgarter und Leverkusener nach seinem 250. Bundesliga-Spiel als Verantwortlicher aber nicht infrage: "Trotzdem hat die Mannschaft alles getan, hat viele Wege gemacht. Was man ansonsten braucht, ist natürlich auch in Dortmund das Quäntchen Glück. Wenn zum Beispiel der Schuss von Alexander Esswein (56. Minute; Anm.d.Red.) reingeht, dann steht es 1:0 für uns und dann wird es nochmals interessant. Dazu hatten wir in kürzester Zeit zwei Ausfälle, das hat man gemerkt. Uns hat Tiefe und Tempo gefehlt (Javairo Dilrosun und Dodi Lukebakio mussten vor und in der Halbzeit ausgewechselt werden; Anm. d. Red.). Alles in allem muss man der Mannschaft ein Kompliment machen."

Labbadias Credo

Zufrieden sei Labbadia aber natürlich nicht, Spiele ohne errungene Punkte liegen dem 54-Jährigen schließlich nicht: "Das 0:1 muss man akzeptieren und anerkennen, dass Dortmund eine klasse Mannschaft hat. Nichtsdestotrotz kann ich mit Niederlagen nie gut leben, kann mich daran nie gewöhnen - und will es auch nicht. Ich muss es aber halt akzeptieren."

mag

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Hertha BSC