Bundesliga

Anti-Rassismus: Starke Gesten - nicht nur in Dortmund

Der Fußball setzt Zeichen gegen Diskriminierung

Anti-Rassismus: Starke Gesten - nicht nur in Dortmund

Ein Zeichen gegen Rassismus: Berliner und Dortmunder knieten vor Anpfiff.

Ein Zeichen gegen Rassismus: Berliner und Dortmunder knieten vor Anpfiff. Getty Images

Vor dem Topspiel am Samstagabend zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC gab es eine emotionale Szene zu beobachten. Alle 22 Spieler knieten vor dem Anpfiff um den Mittelkreis und schwiegen für einige Momente, auch die Ersatzspieler, Trainer und Betreuer am Spielfeldrand machten mit.

Eine Geste, die 2016 der NFL-Profi Colin Kaepernick gegen Unterdrückung von Schwarzen und gegen Polizeigewalt in den USA gestartet und (weltweit) bekannt gemacht hat. Der heute 32-Jährige war während der Nationalhymne auf ein Knie gegangen und hatte sich damit nicht nur Freunde gemacht. Es gab auch viel Kritik - seit 2017 ist er auch vertraglos. Mittlerweile steht auch die NFL wegen ihres Verhaltens in der Kritik.

So bekennt sich der Fußball gegen Rassismus

Kaepernicks Geste aber hat sich etabliert und war an diesem Samstag nicht nur in Dortmund zu sehen. So hatten sich die Teams der Drittligisten SV Waldhof Mannheim und von Viktoria Köln sowie das Schiedsrichtergespann um Referee Patrick Alt bei der Partie vor dem Anpfiff rund um den Anstoßkreis jeweils hingekniet. Nach einer Ansprache des Stadionsprechers gegen "jede Form von Diskriminierung" verharrten die Protagonisten auf dem Rasen kurz in Stille und applaudierten anschließend.

"Rot gegen Rassismus"

Farbe bekannte auch der FC Bayern München, der mit seiner Aktion "Rot gegen Rassismus" ein Zeichen für mehr Toleranz, Respekt und Menschlichkeit setzen möchte. "Die Botschaft gibt es ja permanent von uns Spielern. Wir sind tolerant, wir sind offen, wir sind weltoffen. Wir sehen keinen Zwischenraum, um da Platz zu lassen. Das haben wir, glaube ich, ganz klar dokumentiert", sagte Manuel Neuer.

Kunde und Morales gehen auf die Knie

In Düsseldorf kniete sich der US-Amerikaner Alfredo Morales bei seiner Einwechslung in der 66. Minute hin. Das gleiche tat auch der Mainzer Kunde in Frankfurt, der nach seinem Treffer zum 2:0 die Kaepernick-Geste zeigte. Bereits am vergangenen Spieltag hatten mehrere Bundesliga-Profis vergleichbar protestiert. Eine Bestrafung dafür gibt es nach einer entsprechenden DFB-Entscheidung nicht.

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drm

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