Bundesliga

Herrlich: "Einen klareren Elfmeter gibt es nicht"

Stimmen zum 30. Spieltag

Herrlich: "Einen klareren Elfmeter gibt es nicht"

Konsterniert über nicht gegebenen Elfmeter: Augsburgs Trainer Heiko Herrlich.

Konsterniert über nicht gegebenen Elfmeter: Augsburgs Trainer Heiko Herrlich. imago images

FC Augsburg - 1. FC Köln 1:1 (0:0)
Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen und haben direkt dominiert. Eigentlich hatten wir genug Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Es war nur eine Frage der Zeit, aber wir machen das Tor nicht. In der 49. Minute war es noch ein klarer Elfmeter. Die beiden Spieler, die Noah Sarenren Bazee in die Zange nehmen, haben nicht einmal den Ball berührt. Einen klareren Elfmeter gibt es nicht. Aber wir müssen uns an unsere eigene Nase packen und unsere Möglichkeiten nutzen. Gut ist, dass wir nach dem Rückstand Moral gezeigt haben."
Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Es war ein sehr unterschiedliches Spiel, was die erste und zweite Halbzeit angeht. Timo Horn hat uns da super im Spiel gehalten und auch herausragend gehalten. In der Halbzeit haben wir ein paar Dinge beredet und versucht, der Mannschaft ein paar kleine Hilfen zu geben. Das hat gut gewirkt und sie sind gut ins Spiel gekommen. Anthony hat den Ball gut im Tor untergebracht, dann hoffst du kurz, dass du drei Punkte hier machen kannst. Unter dem Strich ein Punkt, der sich gerecht anfühlt aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten. Wir können mit dem Punkt gut leben auf dem schwierigen Weg, den wir gehen."

Union Berlin - FC Schalke 04 1:1 (1:1)
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Es war ein sehr intensives Spiel mit einer deutlichen Dominanz in der ersten Halbzeit für uns. Das Einzige, was wir uns vorwerfen können, ist, dass wir nicht mehr Kapital aus unseren Möglichkeiten geschlagen haben. Das 1:1 ist aus meiner Sicht sehr schmeichelhaft für Schalke. In der zweiten Hälfte war es ausgeglichen, aber auch da hatten wir ein, zwei tolle Möglichkeiten. Es ist ein Punkt, der uns hilft, auch auf die Leistung lässt sich aufbauen. Das ist etwas, was wir für die nächsten Spiele mitnehmen. Aber 32 Punkte werden nicht reichen. Wir benötigen noch Punkte."
David Wagner (Trainer Schalke 04): "Es war ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel mit wenig Highlights. Wir haben zehn, 15 Minuten gebraucht, um mit dieser Formation ins Spiel zu finden. Leider sind wir wieder durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten. Dass wir zurückgekommen sind, war sehr, sehr gut. Ich bin mit dem Fight, den wir heute angeboten haben, absolut einverstanden."

Werder Bremen - VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)
Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Natürlich ist die Enttäuschung nach dieser Niederlage groß. Unser Mutmacher ist die Tabelle, in vier Spielen kann man drei Punkte aufholen. Positiv war auch, dass wir nach wie vor keine tote Mannschaft sind. Vom Spielverlauf her hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt. Klar ist aber auch: Wir müssen torgefährlicher werden."
Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Es wurde Zeit, dass bei uns mal wieder die Null steht. Das ist ein Erfolg für unsere Defensivabteilung, die klar heraus gestochen hat. Unsere Leistungen in den vergangenen Wochen war ziemlich konstant, deshalb können wir mit einem Lächeln nach Wolfsburg zurückfahren."

Borussia Dortmund - Hertha BSC 1:0 (0:0)
Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Das 1:0 war ein schönes Tor. Entscheidend war die Verlängerung von Julian Brandt. Wir hatten mehrere Torchancen, der Sieg war klar verdient. Wir haben die Torchancen kreiert, das ist das Wichtigste. Wir müssen weiter Spiel für Spiel schauen."
Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Wir sind auf eine sehr, sehr gute und spielstarke Mannschaft getroffen. Dortmund hat uns viel laufen lassen, meine Mannschaft hat aber alles getan. Mit einem Quäntchen Glück macht Alexander Esswein das Tor. Der Mannschaft muss ich trotzdem ein Kompliment machen. Ich muss die Niederlage akzeptieren, weil ein Quäntchen gefehlt hat. An Niederlagen gewöhne ich mich aber nicht."

Bayer Leverkusen - Bayern München 2:4 (1:3)
Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben heute gegen eine Topmannschaft verloren. Auch die ersten 30 Minuten, als wir noch mitgespielt haben, habe ich schon gespürt, dass wir nicht in normaler Verfassung sind. Das lag sicher an Bayern, aber auch an uns. Wir haben heute zu viele Fehler gemacht. Das kann man sich gegen Bayern nicht leisten. Es darf einer Mannschaft wie uns auch nicht passieren, dass man in den letzten drei Minuten vor der Pause zwei Gegentore bekommst. Bayern hat heute zu Recht gewonnen."
Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Leverkusen ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Für uns war es deshalb wichtig, dass wir möglichst wenig Fehler machen. Wir hatten davon heute trotzdem den einen oder anderen zu viel. Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Der Rückstand war dann ein kleiner Weckruf. Es zeigt die Einstellung und Mentalität der Mannschaft, wie sie dann zurückgekommen ist."

RB Leipzig - SC Paderborn 1:1 (1:0)
Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Ich bin mit dem Spiel bis zur Gelb-Roten Karte zufrieden. Wir hatten eine gute Leidenschaft. Dann wurde es schwer, wir sind tiefer gekommen, haben auf Konter gelauert, hatten vier, fünf hundertprozentige Chancen. Wir haben einen Punkt gut gemacht, aber nur, weil die anderen auch nicht geliefert haben. Ohne Platzverweis hätten wir das Spiel gewonnen."
Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Ich fand unsere zweite Halbzeit sehr gut. Aber wenn Timo Werner da zweimal durchläuft, kann es am Ende auch ganz anders aussehen. Grundsätzlich muss ich sagen, Kompliment an meine Jungs. Acht Punkte Rückstand sind ein dickes Brett, aber wir reden nicht darüber. Nächste Woche wird es wieder ein Abenteuer gegen Bremen geben. Wir wollen da gewinnen."

Eintracht Frankfurt - 1. FSV Mainz 05 0:2 (0:1)
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das war eine verdiente Niederlage. Mainz war besser in den Zweikämpfen, hat es geschafft dem Gegner wehzutun. Wir sprechen von einer sehr, sehr unangenehmen Niederlage und sind sehr enttäuscht."
Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Das war für uns ein ganz wichtiger Sieg. Ich betone auch, dass wir ohne Gegentreffer blieben. Wir haben alles drangesetzt, diesen Sieg heute zu erreichen. Es hat insgesamt sehr, sehr gut funktioniert. Der Sieg gibt eine kleine Zufriedenheit, die nun ein paar Stunden Einzug halten darf. Die Erleichterung ist natürlich groß."

Fortuna Düsseldorf - TSG Hoffenheim 2:2 (1:1)
Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wir haben sehr gut angefangen, waren griffig und haben sehr gut gepresst. Aus der zweiten Halbzeit sind wir nicht so rausgekommen, wie wir wollten, schießen aber noch das zweite Tor. Man kann so ein Spiel leicht verlieren, das wäre eine Katastrophe gewesen für uns. Der Punkt ist am Ende etwas zu wenig. Die Mannschaft ist niedergeschlagen und frustriert, aber wir werden wieder aufstehen."
Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Mit dem 2:2 kann ich leben, wir haben es in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht. Die Rote Karte ändert das Spiel. Es geht darum, wie man mit Änderungen umgeht, und das hat die Mannschaft sehr gut gemacht. Wir schießen zwei Tore in Unterzahl und haben zwei super Möglichkeiten, um noch ein Tor zu machen. Wie sie kämpfen, ist sehr schön zu sehen. Wir nehmen den Punkt mit, ich bin stolz auf die Mentalität der Jungs."

SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war extrem schwierig. Gladbach ist unglaublich ballsicher und hat ein überragendes Positionsspiel. Aber wir haben mit allem dagegengehalten. Jetzt steigen wir nicht mehr ab."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben eine hervorragende erste Halbzeit gespielt. Wir hatten extrem viel Dominanz. Dann bekommen wir einen völlig unnötigen Standard, den wir richtig schlecht verteidigen. Den Schuh müssen wir uns anziehen."

Petersen liegt vor Pizarro - und ist erfolgreichster Bundesliga-Joker