2. Bundesliga

Fürth-Trainer Stefan Leitl: "Das ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis"

Fürth seit dem Re-Start noch ohne Sieg

Leitl: "Das ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis"

Stefan Leitl

War nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge enttäuscht: Fürths Trainer Stefan Leitl (l.). imago images

Den Re-Start hatte sich Fürth anders vorgestellt. Seitdem der Ball in der 2. Bundesliga wieder rollt, ist die Spielvereinigung noch sieglos und holte nur zwei von zwölf möglichen Punkten (0/2/2, 4:7 Tore). Vor allem Heim-Niederlagen gegen den VfL Osnabrück (0:2) und nun gegen den SV Sandhausen (1:2) schmerzen sehr. "Das ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis", sagte Kleeblatt-Coach Stefan Leitl nach einem Spiel, in dem den Weiß-Grünen fast nichts gelingen wollte.

"Wir hatten schon Ballbesitz, haben aber meistens rückwärts gespielt, langsame Pass-Stafetten gehabt und haben die Situationen nicht so erkannt, wie wir sie trainiert haben", kritisierte Leitl und führte die Mängelliste fort: "Wir konnten uns im Mittelfeld durch die Mannorientierung nicht gut durchsetzen, hätten mehr in die Tiefe spielen müssen. Dazu kam, dass wir schwach verteidigen."

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten
SpVgg Greuther Fürth

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Leitl
Leitl

Leitl Stefan

SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
Karlsruhe Karlsruhe (H)
1
:
2
Bochum Bochum (A)
2
:
2
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bielefeld Arminia Bielefeld
57
2
Stuttgart VfB Stuttgart
52
3
HSV Hamburger SV
50

Hinten wackelig, vorne ideenlos

So ging dem zwischenzeitlichen 0:2 ein Abwehrfehler von Kleeblatt-Kapitän Marco Caligiuri voraus, der erst eine Kerze schlug und sich dann von Torschütze Julius Biada vernaschen ließ (39.). Dem 0:1 war ein Handelfmeter gegen David Raum vorausgegangen, der dem jungen Linksverteidiger allerdings nicht vorzuwerfen ist: Ein von Caligiuri abgefälschter Ball prallte an seine Hand. Raum hatte keine Reaktionszeit, weil der vor ihm postierte Kevin Behrens seine eigene Hand gerade noch wegzog. Leitl sah einen Elfmeter, "der aus meiner Sicht keiner ist" (15.).

Ein Elfmeter, der aus meiner Sicht keiner ist.

Stefan Leitl

Nach der Pause stellte Fürth von einem 4-3-3- auf ein 4-4-2-System mit Raute um, konnte aber auch dann nur selten Gefahr entfachen. Es fehlte an Dynamik, Kreativität und Ideen, um den kompakten Defensivverbund der Sandhäuser, die gegen den Ball in einem 5-2-1-2-System agierten, aus den Angeln zu heben. Zudem reagierte die SpVgg allergisch auf das energische Pressing des SVS, der den Spielaufbau damit immer wieder torpedierte. Es folgten zahlreiche Fehlpässe und lange Befreiungsschläge ins Nichts. Nur kurz keimte Hoffnung auf, als der lange unsichtbare Sturmtank Daniel Keita-Ruel eine Flanke von Marco Meyerhöfer zum 1:2-Anschluss ins Tor köpfte (71.). Wirklich zwingend wurde es danach aber nicht mehr.

Fürth kann nicht mehr gewinnen

So stand am Ende eine verdiente Niederlage. "Es ist für uns alle ein enttäuschender Abend", sagte Leitl. Mit seiner Mannschaft holte er aus den letzten neun Partien nur einen Sieg (1/4/4) und rutscht in der Tabelle immer tiefer. Gerade für die Franken wäre eine möglichst gute Endplatzierung angesichts des TV-Rankings auch aus finanzieller Sicht enorm wichtig. "Jetzt müssen wir regenerieren und den Kopf frei kriegen, um dann alles zu investieren und endlich einen Sieg zu holen", fordert der 42-jährige Trainer. Schon am Dienstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) hat die Spielvereinigung die nächste Chance, die 40-Punkte-Marke zu knacken: Im Nachholspiel geht es zum Tabellenschlusslicht Dynamo Dresden.

cru