2. Bundesliga

VfL Bochum: Die "kleine Serie" reicht noch lange nicht

VfL seit Re-Start immer stärker

Die "kleine Serie" reicht den Bochumern noch lange nicht

Bochums Robert Zulj (rechts) beim Jubel

Bochums Robert Zulj (rechts) war beim 2:0 über St. Pauli einer der besten Akteure. imago images

Elf Punkte aus fünf Partien, gar neun aus den drei Heimspielen seit dem Re-Start. Der VfL Bochum befindet sich in der zweiten Liga weiter auf dem Vormarsch. Am Freitagabend bekam das auch der FC St. Pauli zu spüren. Besonders viel musste der Revierklub beim 2:0 dabei gar nicht investieren. Doch woran lag das?

Bochumer Bestwerte

Zum einen an der Effektivität. Viele Chancen benötigten die Hausherren nämlich nicht, um zwei Treffer zu erzielen. Zwar taten die harmlosen Gäste aus Hamburg ihr Übriges, doch der VfL ist auch immer hellwach: Mit zwölf Treffern in der ersten Viertelstunde sind die Bochumer in der Anfangsphase das beste Team der Liga.

Auch die Heimstärke ist ein wichtiger Faktor beim Team von Trainer Reis. Mit 35 Treffern sind die Bochumer zuhause die torgefährlichste Mannschaft der Liga. Zudem funktioniert das "Wohnzimmer" (Reis) scheinbar besonders gut ohne Fans: Aus den letzten drei Geisterspielen holten die Bochumer wie erwähnt die volle Punktzahl - bei einer Tordifferenz von 7:1.

Dieser eine Gegentreffer ist zudem der einzige aus den vergangenen fünf Partien. Sehr zur Zufriedenheit von Keeper Manuel Riemann, für den es - in jeglicher Hinsicht - gerne so weitergehen kann, wie er nach Abpfiff am "Sky"-Mikrofon entgegnete. Auch Robert Zulj, der an beiden Toren direkt beteiligt war (Tor und Vorlage), stimmte darauf ein. "Wichtig ist es, dass wir hinten die Null halten. Vorne sind wir immer für ein Tor gut", so der Ex-Hoffenheimer, der seinen Kollegen zusätzlich ein Lob aussprach. Nicht nur die Arbeit gegen den Ball sei stark. Es sei auch egal, wer auf dem Platz stehe, denn: "Jeder gibt Vollgas."

Es soll keiner glauben, dass wir schon etwas erreicht haben.

Robert Zulj

Ändern soll sich das auch am nächsten Wochenende in Osnabrück nicht. In Niedersachsen möchte der Österreicher nach acht Spielen ohne Niederlage (4/4/0) natürlich wieder auf Sieg spielen. Schließlich solle trotz der Serie und dem vorübergehenden Sprung auf Rang sechs "keiner glauben, dass wir schon etwas erreicht haben".

Auch Coach Reis, der nach dem "ersten von fünf Matchbällen" von einem tollen Mannschaftserfolg sprach, stimmte dem zu und ergänzte: "Wir sind unheimlich glücklich, dass wir unsere Serie fortsetzen konnten."

Auch eine Negativserie endet

Durch den Sieg ist das Team nicht nur dem Teilziel Klassenerhalt ein entscheidendes Stück nähergekommen. Erstmals seit Februar 2014 konnten die Bochumer wieder gegen St. Pauli gewinnen - und damit auch eine Negativserie beenden.

mje