2. Bundesliga

Dimitrios Grammozis: "Ohne Druck unser Spiel durchziehen"

Trainer verzichtet auf "Was wäre, wenn..."-Gedanken

Grammozis: "Ohne Druck unser Spiel durchziehen"

Dimitrios Grammozis

Zumindest die Tabellenlage gibt Dimitrios Grammozis nur wenig Grund zur Aufregung. imago images

Nur mit einer Serie von fünf Siegen würden die Lilien im Schlussspurt sogar noch einmal Druck auf die Teams der Plätze zwei bis vier ausüben, zumal am letzten Spieltag noch das direkte Duell in Stuttgart wartet. Vor der Partie am Samstag (13 Uhr) beim SSV Jahn Regensburg "langweilte" Trainer Dimitrios Grammozis mit seinen Aussagen.

Dies drückte er lachend selbst so aus. Was er meinte: Die Ankündigung einer Attacke, weil die Darmstädter (außer dem einen oder anderen Tabellenplatz und damit TV-Geld) nichts mehr zu verlieren, aber noch enorm viel zu gewinnen haben, verkniff er sich erneut. "Ich kann immer wieder nur betonen, dass wir von Spiel zu Spiel schauen", brachte er dann tatsächlich einen Klassiker unter den "Langweilern" der Fußballer-Statements. "Jetzt haben wir Regensburg vor der Brust. Es wird wieder ein sehr enges und intensives Spiel, in dem wir alles geben müssen. Alles andere können wir nicht beeinflussen." Erst wenn man seine Hausaufgaben erledigt habe, könne man am Saisonende auf die Tabelle schauen. Im besten Fall winkt dann doch noch Platz zwei oder die Sonderschicht in Form der Aufstiegsrelegation.

Obwohl der SV 98 die Rückrundentabelle anführt, scheinen derlei Gedankenspiele bei nun wieder sechs Zählern Rückstand auf den dritten Rang vermessen. Mit einem Sieg in Regensburg würden die Südhessen jedoch die Marke von 46 Punkten erreichen - und damit so viele, wie sie in der gesamten Vorsaison eingefahren hatten. Sogar die 50 Zähler wären dann greifbar, auch wenn noch die schweren Partien in Bielefeld und Stuttgart sowie gegen Hannover und das hessische Duell gegen Wehen Wiesbaden auf dem Restprogramm stehen.

Während man also nicht überlegen werde, "was wäre, wenn Hamburg dieses Spiel verliert und was wäre, wenn Heidenheim in jenem Duell Punkte liegen lässt", könne man "weiter ohne Druck unser Spiel durchziehen". Er erwarte offensive Regensburger, bei denen man sich auch nicht von den schon 48 Gegentreffern blenden lassen dürfe: "Sie haben viele unglückliche Gegentore kassiert." Personell sind außer den schon lange verletzten Mathias Wittek und Immanuel Höhn alle Spieler an Bord. Ob er erneut stark rotieren lassen werde, ließ Grammozis offen.

Jens Dörr