Bundesliga

Maximilian Philipp tritt Common Goal bei

Der Spieler von Dynamo Moskau tritt der Common-Goal-Initiative bei

Philipp: "Von den Unsummen sollten wir alle etwas zurückgeben"

Maximilian Philipp

Maximilian Philipp im Dribbling: Ende Juni soll in Russland der Re-Start erfolgen. imago images

Es werden immer mehr Unterstützer, nun gehört auch Maximilian Philipp dazu. Der frühere Bundesliga-Profi in Freiburg und Dortmund tritt der Initiative Common Goal bei, deren Mitglieder mindestens ein Prozent ihres Jahresgehaltes spenden, um sozial benachteiligte Menschen zu fördern. Aus Deutschland beteiligen sich bereits unter anderem Jürgen Klopp, Julian Nagelsmann, Serge Gnabry sowie Mats Hummels - und ab sofort auch Philipp. "Ich weiß es sehr zu schätzen, was ich habe, komme nicht aus einer Familie, wo mir das Geld hinterhergeworfen wurde", erklärt der Fußballer im kicker-Interview (Donnerstagsausgabe). "Jetzt habe ich die Möglichkeit, etwas abzugeben und anderen Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht."

Philipp, der im vergangenen Sommer für 20 Millionen Euro von Dortmund zu Dynamo Moskau gewechselt ist, weiß es einzuordnen, in welcher Branche er tätig ist. Und setzt sich angesichts der Ablösen, die auch für ihn bezahlt wurden, kritisch auseinander. "Ganz ehrlich: Das ist mir unangenehm. Was könnte man mit 20 Millionen alles machen? Aber wir Spieler können nichts für die Preise, die für uns gezahlt werden. Für mich ist es dennoch viel zu viel." Deswegen will er etwas abgeben. "Wir sind privilegiert, von den Unsummen, die im Fußball existieren, sollten wir alle etwas zurückgeben. Wir können damit so vielen Menschen helfen, dessen sollte sich jeder bewusst sein. Der Fußball kann so seine Kraft nutzen und ein Vorbild sein."

Wenn ich bei uns das Gefühl hätte, dass es nicht so professionell gehandhabt wird, dann würde ich nicht spielen wollen. Die Gesundheit steht über allem.

Maximilian Philipp

Sportlich wartet Philipp, der sich kürzlich am linken Oberarm operieren ließ, auf den Wiederbeginn der russischen Premier Liga, der für den 21. Juni geplant ist. Angesichts der Corona-Pandemie hat der Offensivmann, der in dieser Saison in 14 Ligaspielen für Dynamo Moskau bereits sieben Tore erzielt hat, durchaus Bedenken. "Mir ist es wichtig, dass wir absolute Sicherheit haben, das habe ich dem Verein auch mitgeteilt. Ich denke, die Bundesliga ist da ein tolles Vorbild für die anderen Ligen. Wenn ich bei uns das Gefühl hätte, dass es nicht so professionell gehandhabt wird, dann würde ich nicht spielen wollen. Die Gesundheit steht über allem."

Lesen Sie im kicker-Interview (Donnerstagsausgabe) mit Maximilian Philipp mehr über seine Pläne mit Common Goal, wie er über seine Zeit bei Dynamo Moskau denkt, was er zum Thema Nationalmannschaft sagt und ob er sich eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen kann.

Thomas Hiete