2. Bundesliga

HSV nutzt Stuttgarter Nullnummer nicht aus - Dresden hofft wieder

30. Spieltag, Überblick: Bielefeld und VfB patzen

HSV nutzt Stuttgarter Nullnummer nicht aus - Dresden hofft wieder

HSV-Stürmer Joel Pohjanpalo trifft zweimal für den Hamburger SV - und darf trotzdem keinen Heimsieg feiern.

HSV-Stürmer Joel Pohjanpalo trifft zweimal für den Hamburger SV - und darf am Ende trotzdem keinen Heimsieg feiern (3:3). picture alliance

Hamburger SV - Holstein Kiel: Später Schocker zum 3:3

Zum Abschluss des 30. Zweitliga-Spieltags erwartete der ambitionierte Hamburger SV die KSV Holstein - und musste direkt zu Beginn das 0:1 durch einen schönen Schlenzer von Mühling hinnehmen (9.). Im Anschluss hatten die favorisierten Rothosen die Kieler allerdings im Griff, auch wenn zunächst ein Kopfballtor von van Drongelen nach VAR-Einsatz nicht zählte (16.). Es folgte ein souverän verwandelter Elfmeter von Kapitän Hunt (21.), ehe Pohjanpalo das Spiel mit dem Tor zum 2:1 drehte (23.). Von den Störchen kam bis auf eine zwischenzeitliche Top-Chance von Reese längere Zeit nichts, ehe die KSV und Torschütze Iyoha gegen eine zu lässige Abwehr zum 2:2-Ausgleich kamen (64.). Nur drei Minuten später köpfte allerdings schon wieder Pohjanpalo zum 3:2 ein. Doch auch das war noch nicht der Schlusspunkt: Vielmehr lauerte Kiels Lee in der vierten Minute der Nachspielzeit richtig und traf zum 3:3, wodurch der HSV den schier sicheren 2. Platz verpasste.

2. Bundesliga - 30. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Arminia Bielefeld
57
2
VfB Stuttgart
52
3
Hamburger SV
50
2. Bundesliga - Torjäger 2019/20
Klos Fabian
19
Schäffler Manuel
18
Alvarez Marcos
13

Stuttgart - Osnabrück: Harmloser VfB muss bangen

Zum Verzweifeln: Gonzalo Castro im Heimspiel gegen Osnabrück

Zum Verzweifeln: Gonzalo Castro im Heimspiel gegen Osnabrück. imago images

Der VfB Stuttgart ist erneut über Kellerkind Osnabrück gestolpert und musste deswegen um den zweiten Platz bangen, den er am Ende nicht an den HSV verlor. Einmal mehr zeigte sich die Matarazzo-Elf am Sonntag offensiv zu harmlos; der konzentrierte VfL, der auf den gesperrten Torjäger Alvarez verzichten musste, schien nicht einmal große Mühe zu haben, die Null zu halten. Mangala (43.) vergab noch die beste VfB-Chance. Auch zwei Doppelwechsel nach der Pause - Gomez kam erst in der 85. Minute - brachten kaum Impulse. Osnabrück, das den VfB schon im Hinspiel überrascht hatte (1:0), sammelte hochverdient einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf, Heider verpasste in der Nachspielzeit gar noch den Auswärtssieg.

Hannover - Heidenheim: Ducksch & Co. helfen dem HSV

Der Tabellenvierte Heidenheim kassierte in Hannover eine verdiente 1:2-Niederlage (und verpasste es so, Druck auf Hamburg auszuüben), obwohl Torjäger Kleindienst wieder zur Verfügung stand. Ducksch gab auf Vorlage von Sturmpartner Guidetti die Richtung vor (30.), Prib erhöhte noch vor der Pause (41.). Auch ein FCH-Dreifachwechsel zur Pause brachte keine Wende mehr, nur noch das Anschlusstor durch den kurz zuvor eingewechselten Schimmer (75.). Heidenheim verpasste den Sprung auf den dritten Platz, 96 knackte die 40-Punkte-Marke.

Aue - Karlsruhe: KSC verpasst Befreiungsschlag

Der Karlsruher SC hat die Chance vertan, den Abstiegs-Relegationsplatz zu verlassen. Stattdessen setzte es beim zuletzt formschwachen Erzgebirge Aue eine 0:1-Niederlage. Krüger traf nach Hochscheidt-Hereingabe früh zum Sieg (9.) - vom KSC, der nach dem Re-Start noch ungeschlagen war (1/3/0), kam offensiv lange viel zu wenig. Erst kurz vor Schluss tat sich etwas, doch Djuricins vermeintlicher Ausgleich zählte wegen einer knappen Abseitsposition nicht (86.).

Wehen Wiesbaden - Dresden: Makienok hält Dresden am Leben

Dynamo Dresden jubelt mit dem Siegtorschützen Simon Makienok (2. v.r.) über das 3:2 in Wiesbaden

Dynamo Dresden jubelt mit dem Siegtorschützen Simon Makienok (2. v.r.) über das 3:2 in Wiesbaden. Getty Images

In einem abwechslungsreichen Kellerduell gewann Schlusslicht Dynamo Dresden am Samstagnachmittag mit 3:2 beim SV Wehen Wiesbaden und sendete damit ein Lebenszeichen im Kampf gegen den Abstieg. Die SGD ging durch ein Eigentor von Franke (9.) zunächst früh in Führung. Doch durch einen Doppelschlag binnen 120 Sekunden durch Kyereh (24.) und Kuhn (26.) drehten die Hessen das Ergebnis. Wiesbaden blieb das aktivere Team, doch Schmidt köpfte in der 44. Minute zum 2:2-Pausenstand ein. Auch in Durchgang zwei blieb Wiesbaden am Drücker, aber das Siegtor gelang den Hessen nicht mehr. Im Gegenteil, Makienok schoss in der 89. Minute Dresden sogar noch zum späten Sieg.

Bielefeld - Nürnberg: Klos und Erras köpfen ein

Arminia Bielefeld verpasste einen Dreier gegen den 1. FC Nürnberg, bleibt nach dem 1:1 aber im Jahr 2020 weiterhin ungeschlagen. Der Spitzenreiter begann dominant und ging durch Kapitän Klos in der 14. Minute folgerichtig in Führung. Bielefeld blieb am Drücker, Klos scheiterte in der 25. Minute aber am Aluminium. Der Club war durch Standards gefährlich, nach einer Ecke köpfte Erras in der 43. Minute zum 1:1-Pausenstand ein. Abwechslungsreich blieb es auch nach dem Seitenwechsel, beide Teams hatten Chancen auf das Siegtor. Dieses wollte aber hüben (48. Soukou) wie drüben (62. Schleusener; 71. Hack; 88. Frey) nicht mehr fallen.

Regensburg - Darmstadt: Regensburg wohl gerettet

Im dritten Samstagspiel setzte sich Jahn Regensburg nach Treffern von Correia (7.), Besuschkow (52.) und George (77.) mit 3:0 gegen den SV Darmstadt 98 durch. Der Jahn dürfte sich durch den ersten Dreier nach dem Re-Start endgültig aus dem Abstiegsstrudel befreit haben. Die Lilien, die in der 66. Minute einen Elfmeter vergaben (Kempe drüber), hatten schon zuvor mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Da auch nach oben kaum mehr was gehen dürfte, kann Darmstadt die Saison ohne Druck zu Ende bringen.

Bochum - St. Pauli: Zulj trifft und serviert

Weiter im Aufwind: Der VfL Bochum jubelte auch gegen St. Pauli.

Weiter im Aufwind: Der VfL Bochum jubelte auch gegen St. Pauli. Getty Images

Der VfL Bochum hat seinen Erfolgslauf fortgesetzt und sich mit einem souveränen 2:0-Heimsieg gegen St. Pauli am Freitag wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigt. Zulj verwandelte einen Foulelfmeter (15.) und servierte die Ecke zum 2:0 (Leitsch, 73.). Von den Gästen, bei denen die U-23-Spieler Senger und Viet debütierten, kam bis auf einen Lattentreffer von Miyaichi (42.) zu wenig. Der VfL dagegen, jetzt seit acht Spieltagen ohne Niederlage und mit elf von 15 möglichen Punkten seit dem Re-Start, darf für die elfte Zweitliga-Saison in Serie planen.

Fürth - Sandhausen: SVS siegt schon wieder, Gelb für Azzouzi

Umgekehrt verläuft die Formkurve bei der SpVgg Greuther Fürth: Nach dem 1:2 gegen den SV Sandhausen ist die Leitl-Elf nun schon seit fünf Partien sieglos. Behrens per Handelfmeter (15.) und Biada mit einem satten Linksschuss (39.) schlugen für eiskalte Sandhäuser zu - zwei Minuten vor dem 0:2 hatten die Fürther vergeblich einen Elfmeter gefordert. Nach der Pause verkürzte der bis dahin blasse Keita-Ruel (71.) nur noch, Geschäftsführer Rachid Azzouzi sah in der Schlussphase Gelb wegen Meckerns. Der SVS zog mit dem dritten Sieg hintereinander und nun 39 Zählern an Fürth vorbei.

kon

So lange laufen die Verträge der Zweitliga-Trainer