Bundesliga

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: "Jetzt müssen alle All In gehen"

Leipzig nach Sieg am Montagabend weiter im Champions-League-Rennen

Mintzlaff: "Jetzt müssen alle All In gehen"

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaf

Weiß, worauf es im Saison-Endspurt ankommt: Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. imago images

Das Wort "Druck" nahm zwar vor der Partie gegen den 1. FC Köln keiner der Leipziger Verantwortlichen in den Mund, dennoch dürfte dieser beim Blick auf die Tabelle um 20.29 Uhr vorhanden gewesen sein. Denn durch die Siege der direkten Konkurrenz aus Gladbach und Leverkusen vom Wochenende war die Elf von Julian Nagelsmann auf Tabellenplatz fünf abgerutscht - einem Europa-League-Platz. Das erklärte Ziel der Sachsen lautet aber Champions League.

"Die Mannschaft hat Mentalität"

Umso wichtiger war also ein guter Start ins Spiel gegen Köln - soweit die Theorie. In der Praxis ging das jedoch ordentlich nach hinten los, denn bereits nach sieben Minuten lag Leipzig zurück. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff fand den frühen Rückstand nach dem Spiel am Mikrofon von "DAZN" zwar "ärgerlich", danach sah er aber eine "sehr zusammengewachsene Mannschaft, die Mentalität hat und nach einem Rückstand zurückkommen kann".

Zweiter Assist von Gulacsi

In der Tat bewiesen die Leipziger Moral und drehten noch in der ersten Halbzeit die Partie. Ein Assist von Keeper Peter Gulacsi ermöglichte dann gar das beruhigende 3:1. "Schon der zweite", wie der Ungar grinsend bemerkte. Wie schon beim 1:1 gegen Wolfsburg hatte der Torwart auch diesmal Timo Werner gefunden: "Ich habe aus dem Augenwinkel gesehen, dass Timo unterwegs ist. Gott sei Dank hat es geklappt."

Weil es danach bei Dani Olmo endlich mit einem Tor klappte - der Spanier traf zum ersten Mal in der Bundesliga - sind die Leipziger nach dem 4:2 in Köln weiterhin auf Tabellenplatz drei und somit auf Kurs Champions League. Für den Endspurt forderte Mintzlaff sogleich: "Wir haben noch fünf Spiele und wollen mindestens einen Zweier-Schnitt holen." Beim Blick auf das Restprogramm (Paderborn, Hoffenheim, Düsseldorf, Dortmund und Augsburg) scheint das möglich.

All in beim Showdown

Mit dem FC Bayern München ist ein Champions-League Platz so gut wie sicher vergeben. Um die verbleibenden drei streiten sich vier Mannschaften: Dortmund, Gladbach, Leverkusen und eben Leipzig. Um das Saisonziel zu erreichen und nicht noch auf Platz fünf abzurutschen, wählte Mintzlaff für den Showdown einen Begriff aus dem Poker: "Jetzt müssen alle All in gehen."

Zum Thema: Das Restprogramm der Bundesligisten

sts

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