3. Liga

Duisburg wieder sieglos - Braunschweig und Bayern II gleichauf - Remis auf dem Betze

3. Liga, 29. Spieltag: Remis zwischen Lautern und 1860

Duisburg wieder sieglos - Braunschweig und Bayern II gleichauf - Remis auf dem Betze

Keine Fans und kein Sieg: 1860 München und der 1. FC Kaiserslautern haben sich 1:1 getrennt. imago images

Keinen Sieger gab es beim Traditionsduell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und 1860 München auf dem Betzenberg. Die Pfälzer gingen nach einem temporeichen Angriff durch Röser in Führung (13.) und hätten durch Picks Sololauf um ein Haar nachgelegt. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gäste allerdings schon zahlreiche Chancen erarbeitet, Lex belohnte die Mühen schließlich in 31. Minute mit dem 1:1. Im zweiten Durchgang flachte das Spielgeschehen ab - am Ende blieb es beim Remis, wodurch die Giesinger in Sichtweite der Aufstiegsplätze blieben und ihre Serie auf 16 Spiele ohne Niederlage ausbauten.

Braunschweig und Bayern II im Gleichschritt

Eintracht Braunschweig und Bayern München II fuhren bereits zuvor Siege ein. Die Niedersachsen bezwangen den abstiegsbedrohten Halleschen FC mit 1:0. Das Tor der Tages erzielte Nkansah nach einem Kobylanski-Freistoß (34.). Halle investierte im zweiten Durchgang mehr, Lindenhahn (59.) und Mai (85.) scheiterten am Alu. Kurz vor Schluss flog Mai auch noch vom Feld. Auch die Schlussphase bei Bayerns Spiel gegen Münster hatte es in sich. Nachdem die Gäste furios ins Spiel gestartet und schon nach einer Minute durch Mörschel in Führung gegangen waren, schlugen Wriedt (4.) und Batista Meier (18.) zurück. Cueto sorgte noch vor dem Pausenpfiff für das 2:2. Wriedt setzte schließlich den späten Schlusspunkt zum 3:2 (88.).

3. Liga - 29. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
MSV Duisburg
48
2
Waldhof Mannheim
47
SpVgg Unterhaching
47
3. Liga - Torjäger 2019/20
Wriedt Kwasi Okyere
19
Bunjaku Albert
17
Hosiner Philipp
16

Vermeij trifft zweimal - doch Duisburg spielt nur 1:1

Braunschweig und die Bayern, die am kommenden Spieltag aufeinandertreffen, befinden sich damit weiter in der Spitzengruppe und rangieren einen Zähler hinter dem MSV Duisburg. Die Zebras kassierten den nächsten Dämpfer und kamen im Heimspiel gegen Schlusslicht Jena nicht über ein 1:1 hinaus. Vermeij brachte den MSV zunächst in Führung (14.). Ihm unterlief im zweiten Durchgang jedoch auch das Eigentor zum 1:1 (62.).

Aspach erhält Mini-Chance auf Klassenerhalt

Im Tabellenkeller setzte Großaspach ein kleines Ausrufezeichen. Der Dorfklub fuhr einen verdienten 1:0-Sieg in Chemnitz ein. McKinze Gaines II erzielte das einzige Tor, die Schwaben verkürzten den Rückstand auf das rettende Ufer auf neun Zähler.

Uerdingen und Meppen verpassen große Chance

Am Dienstag trafen Uerdingen und Meppen im Düsseldorfer Ausweichstadion aufeinander - und beide Klubs wollten mit einem Erfolgserlebnis dick im Aufstiegsrennen dabei bleiben. KFC-Trainer Stefan Krämer hatte im Vorfeld mit einem "Tanz auf der Rasierklinge" gegen den FCM gerechnet - und das wurde es letztlich auch. Denn beide Vereine schenkten sich nichts, spielten stets nach vorn. Allerdings prallten auch beide Sturmreihen regelmäßig an den stabilen Defensivreihen ab, weswegen es letztlich eine Nullnummer wurde, mit der beide Mannschaften wenig Druck ausüben konnten (jeweils 43 Punkte).

Magdeburg bricht den Rückstands-Bann - und gewinnt

Die Würzburger Kickers, vor diesem Spieltag mit 24 Punkten in elf Spielen höchst erfolgreich unerwegs, empfingen unterdessen den abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg. Das Team von Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz hatte zuletzt siebenmal in Folge ein 0:1 kassiert und dabei nur einen Sieg erreicht. Dieses Mal klappte es allerdings wieder mit einem Führungstor: Tobias Müller nickte aus kürzester Distanz zum 1:0 ein (38.), was zugleich schon der Endstand war. Die Kickers haderten damit, vergaben die Unterfranken doch einige Chancen an diesem Abend - kurz vor Schluss traf Pfeiffer unter anderem nur den Pfosten (90.). Das war zugleich die erste Würzburger Pleite seit Januar.

Wer sonst? Kölns Bunjaku macht den Unterschied

Im Kölner Sportpark Höhenberg standen sich die heimische Viktoria und Zwickau gegenüber, zwei im Keller steckende Klubs. Am Ende machte vor allem ein zuverlässiger, hocherfahrener Stürmer den Unterschied: Bunjaku. Der frührere Bundesliga-Profi des 1. FC Nürnberg (48 Spiele, 13 Treffer) vollendete nach einem tollen Spielzug per Kopf zum 1:0 (63.), erzielte damit bereits sein 17. Saisontor und stockte zugleich das Punktekonto seiner Farben auf nunmehr 38 Zähler auf. Denn den Sieg ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen, vielmehr legte Bunjaku noch edel per Hacke für seinen Kapitän Wunderlich ab (81.), ehe Joker Holthaus den 3:0-Schlusspunkte setzte (90.). Mit diesem Sieg schnappten die Rheinländer etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg, während die Sachsen mit weiterhin nur 33 Punkten unter dem Strich verweilten.

Schanzer zurück in der Spur - Waldhof siegt spät

Stefan Kutschke ist Profi beim FC Ingolstadt 04.

Ach du Schreck: Ingolstadts Stürmer Stefan Kutschke ballert den Ball aus elf Metern fahrlässig über die Querlatte - dennoch hat es für den FCI zu einem wichtigen Dreier gereicht. imago images

Mit der schwachen Bilanz von sechs Ligaspielen ohne Sieg (fünf Pleiten) hatte der ambitionierte FC Ingolstadt nach dem jüngsten 1:2 bei Bayern II direkt das nächste oberbayerische Derby vor der Brust. Es ging in Münchens Vorstadt Unterhaching, wo sich FCI-Abwehrmann Ananou direkt in bester Stürmermanier ein unnötiges Eigentor leistete (13.). Den Rückstand bei der SpVgg egalisierte allerdings Eckert Ayensa zügig - 1:1 (19.). In der 32. Minute hätten die Schanzer gar in Front gehen müssen, doch Stürmer Kutschke ballerte einen Elfmeter mit viel zu viel Wucht über die Querlatte (32.). Am Ende war's aber egal, weil FCI-Akteur Wolfram mit seinem 2:1 in Form eines direkt verwandelten Freistoßes (54.) den wichtigen Dreier sicherte - und zugleich den Sprung auf Rang 4.

Zum Abschluss des Dienstags hieß es im Norden dann noch: Rostock vs. Mannheim. An der Ostsee wollten es die Kurpfälzer nach dem 1:2 gegen Uerdingen besser machen und ihre Auswärtsserie (seit Mai 2018 ungeschlagen) ausbauen. Dieser Plan ging voll auf: Ferati war nach einem verhängten Strafstoß in der 85. Minute zur Stelle und traf glücklich zum 1:0. Waldhof schob sich mit 47 Zählern auf einen Aufstiegsplatz.

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