2. Bundesliga

Neuhaus freut sich über Spiel, Sieg und Schipplock

Arminia feiert wegweisenden Last-Minute-Erfolg in Kiel

Neuhaus freut sich über Spiel, Sieg und Schipplock

Sven Schipplock (#36)

Die Entscheidung in Kiel: Sven Schipplock (#36) trifft in der Nachspielzeit zum 2:1 für Bielefeld. picture alliance

"Ich bin überglücklich, dieses Spiel gewonnen zu haben. Auch mit dem Spiel bin ich zufrieden, gerade mit der ersten Halbzeit. Wir haben es gut gemacht und Kiel nicht zur Entfaltung kommen lassen. Ein 2:0 zur Pause wäre verdient gewesen", erklärte Uwe Neuhaus nach der Partie. "Kiel hatte bis zum 1:1 eigentlich keine klare Torchance. Wir haben dann Glück gebraucht, Kiel hat mit zwei Alu-Treffern Druck gemacht. Es war zum Ende hin ein offenes Spiel mit dem glücklicheren Ende für uns - und Schipplock in unseren Reihen", sagte der Arminia-Coach angesichts des späten Joker-Tores von Sven Schipplock schon in der Nachspielzeit.

Wie von Neuhaus angesprochen, hätten die Bielefelder das Spiel eigentlich schon in der ersten Spielhälfte für sich vorentscheiden können. "Wir haben in der ersten Halbzeit richtig Gas gegeben, hoch gespielt und Kiel immer wieder gepresst", meinte auch Jonathan Clauss, der das 1:0 in der 23. Minute erzielt hatte, nachdem seine Teamkollegen bereits zuvor mehrere gute Gelegenheiten hatten liegen lassen. "In der zweiten Halbzeit waren wir etwas müde und es war schwer, weil Kiel Torchancen hatte und es sehr gut gemacht hat", erklärte der Franzose, der Bielefeld nach Saisonende ablösefrei verlassen wird, die schwächere zweite Hälfte seines Teams.

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Schipplock: "Das Gefühl ist unbeschreiblich"

Doch dann kam eben Schipplock in der 83. Minute. "Die Wechsel haben gut getan, wir haben eine super Bank. 'Schippo' (Sven Schipplock; d. Red.) kommt rein und macht dann das Tor - das ist toll! Beim Jubel bin ich auf den Platz gelaufen, obwohl ich keine Schuhe anhatte. Ich musste auf meine Füße aufpassen", erklärte Clauss, der selbst bereits zuvor gegen Reinhold Yabo ausgetauscht worden war.

Der Gelobte selbst fand kaum Worte, um seine Gefühle zu beschreiben: "Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können, nach so langer Verletzungspause das entscheidende Tor zu erzielen. Das Gefühl ist unbeschreiblich", meinte Schipplock nach seinem erst vierten kurzen Saisoneinsatz. "Als Stürmer glaubt man immer an diese einzige Chance. In der zweiten Halbzeit hatten wir etwas Glück, aber ich hatte immer im Kopf, dass diese eine Chance noch kommen würde. Die ist heute gekommen und das ist natürlich super." Und womöglich ein entscheidender Schritt zurück in die Bundesliga nach elfjähriger Bielefelder Abstinenz.

jom