Bundesliga

Dost nach Befreiungsschlag: "Wir haben das gebraucht"

Frankfurt genügen sieben Schüsse zum Sieg

Dost nach Befreiungsschlag: "Wir haben das gebraucht"

Bas Dost, Daichi Kamada (re.)

Vorbereiter mit Torschütze: Bas Dost und Daichi Kamada (re.) bescherten der Eintracht den Sieg in Wolfsburg. picture alliance

"Es waren schwierige Wochen und wir haben viel gesprochen, was wir besser machen können. Es war eine tolle Mannschaftsleistung mit viel Willen", freute sich Frankfurts Keeper Kevin Trapp nach Spielende bei "Sky". Sein Teamkollege Bas Dost stimmte zu: "Wir haben das gebraucht. Ich habe es noch nie erlebt, dass man wie gegen Freiburg mindestens zehn Großchancen hat, aber am Ende nur 3:3 spielt. Wenn man danach in Wolfsburg spielen muss und ich weiß, wie schwer das ist, weil ich gespielt habe, daher können wir jetzt froh sein", spielte der Niederländer auf die Dienstagspartie gegen die Breisgauer an, die die Eintracht trotz satter 34 Torschüsse nicht hatten gewinnen können. Diesen Spieß drehten die Hessen in Niedersachsen um. Denn in Wolfsburg reichten nur sieben Schüsse für zwei Tore und drei Punkte, während der VfL 19-mal abschloss, aber am Ende leer ausging.

Hütter: Sieg dank "starker kämpferischer Leistung" verdient

Dost selbst trug an alter Wirkungsstätte nach seiner Einwechslung letztlich maßgeblich zum Erfolg bei, denn seine kluge Kopfballablage zu Daichi Kamada führte schließlich zu dessen entscheidendem Tor zum 2:1. "Wir mussten etwas forcieren und ich habe das, glaube ich, ordentlich gemacht und konnte mit einem Assist zum Ausgang beitragen. Ich hatte im Spiel keinen Ball auf dem Fuß, nur auf dem Kopf. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch noch mehr kann", meinte der 30-Jährige.

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"Ich denke, dass uns heute ein echter Befreiungsschlag gelungen ist und wir ein starkes Lebenszeichen abgegeben haben und auch nicht unverdient gewonnen haben, weil ich heute eine sehr starke kämpferische Leistung gesehen haben", befand derweil SGE-Coach Adi Hütter ungeachtet des zu Gunsten der Wolfsburger verteilten Plus an Spielanteilen und Chancen.

Trapp und die Warnung vor Bremen

Kevin Trapp war vor allen Dingen froh über die in seinen Augen wieder verbesserte Defensive: "Wir haben zuletzt immer viel Drang nach vorne gehabt, unsere Möglichkeiten gehabt und Tore gemacht. Aber wenn man dann oft drei Gegentore bekommt, kann das nicht sein. Wir wollten daher wieder mehr Wert auf die Defensive legen. Und heute haben wir gemacht, was wir uns vorgenommen hatten und sind alle zufrieden", so der Keeper.

Besonders wertvoll war der Erfolg nicht nur für Trapp angesichts der Situation im Tabellenkeller. Denn angesichts des anstehenden Nachholspiels in Bremen am Mittwoch (20.30 Uhr) hätte der Frankfurter Vorsprung auf Werder bei einer Niederlage in Wolfsburg nur noch vier Punkte betragen. Und so mahnt Trapp: "Der Sieg war brutal wichtig, weil andere Klubs unten auch gepunktet haben. Bremen hat auch wieder gewonnen und ist gut drauf. Dort müssen wir daher wieder genauso auftreten."

jom

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt