Bundesliga

Julian Nagelsmann nach dem 4:2 von Leipzig in Köln: "Konfus"

Stimmen zum 29. Spieltag

Nagelsmann: "Ein bisschen konfus"

Julian Nagelsmann ist Trainer von RB Leipzig.

Julian Nagelsmann hat zum Abschluss des 29. Spieltags ein 4:2 in Köln notiert und gesagt: "Es war nicht überragend." imago images

1. FC Köln - RB Leipzig 2:4 (1:2)

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Es war ein tolles Spiel, wenn man sieht, welche Leistungen beide Mannschaften gebracht haben. Wenn hier noch Zuschauer dabei gewesen wären, wäre hier viel losgewesen. Es ist ein bisschen schade, dass wir heute gegen eine solche Mannschaft gespielt haben, die auch kleine Fehler direkt ausgenutzt hat. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir waren richtig nahe dran, einem Champions-League-Anwärter einen Punkt zu klauen. Es hat leider nicht gereicht. Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Werden wir so weiter arbeiten, werden wir weiter gute Leistungen bringen. Und wir werden nicht immer gegen Champions-League-Anwärter spielen. Wenn wir so spielen wie heute, laufen uns die Ergebnisse sowieso zu."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Es war schon verdient, aber nicht überragend. Ein bisschen konfus, schwer zu analysieren. Aber ich bin trotzdem zufrieden. Fußball ist ein Ergebnissport. Wie wir das 0:1 bekommen haben, ärgert mich schon. Wir hätten deutlich mehr Tore schießen können. Wir hatten eine 1000-prozentige Chance auf das 5:2, die uns genommen wurde. So mussten wir am Ende froh sein, nicht das dritte bekommen zu haben."

Bundesliga - 29. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
67
2
Borussia Dortmund
60
3
RB Leipzig
58
Bundesliga - Torjäger 2019/20
Lewandowski Robert
29
Werner Timo
25
Sancho Jadon
17

SC Paderborn - Borussia Dortmund 1:6 (0:0)

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Wir haben das lange gut gemacht, hätten das aber später besser verteidigen müssen. Nach dem 1:2, 1:3 hat sich dann die Dortmunder Klasse durchgesetzt. Ich würde die Leistung der Schiedsrichter ähnlich einschätzen wie unsere: Erste Halbzeit sehr gut, zweite Halbzeit auch ein bisschen nachlassend in beide Richtungen."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben sehr, sehr hoch gepresst. In der Halbzeit musste ich wenig sagen, außer, dass Paderborn das nicht durchhalten wird, dass sie müde werden. Vom Protest von Jadon Sancho wusste ich nichts, das habe ich nach dem Spiel gehört."

Borussia Mönchengladbach - Union Berlin 4:1 (2:0)

Steffen Baumgart ist Trainer des SC Paderborn.

Da geht's lang: Steffen Baumgart. imago images

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat alle Aufgaben, die sich gegen einen unangenehmen Gegner gestellt haben, gelöst. Es war ein verdienter und wichtiger Sieg. Wir haben uns Vertrauen und Leichtigkeit zurückgeholt."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "25 Minuten nach der Pause genügen nicht, um ein Spiel zu gewinnen oder einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. In der zweiten Hälfte haben wir das System umgestellt, um mehr Zugriff auf das Spiel zu bekommen. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht den Mut, nach vorne zu verteidigen."

FC Bayern - Fortuna Düsseldorf 5:0 (3:0)

Hansi Flick (Trainer Bayern München bei Sky): "Statistiken interessieren mich nicht, mir geht es darum, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Für uns war wichtig, nach dem Dortmund-Spiel zu zeigen, dass wir nicht nachlassen. Lucas Hernandez musste ich wegen Adduktorenproblemen runternehmen."

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wir haben genauso angefangen, wie wir uns das vorgenommen haben, haben das aber nicht durchhalten können. Den guten Eindruck der letzten Wochen haben wir leider ein bisschen kaputt gemacht. Du musst in solchen Spielen zweikampftechnisch viel mehr dagegenhalten."

FC Schalke 04 - Werder Bremen 0:1 (0:1)

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen, eine, in der wir einen defensiven Ansatz gewählt haben, um die Gegentorflut einzudämmen, um in der zweiten Hälfte wieder mehr dahin zurückzukommen, was wir eigentlich spielen wollen. Das haben wir eigentlich sehr gut gemacht. Aber am Ende steht wieder eine Niederlage, und am Ende steht wieder ein wahnsinniger individueller Fehler."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "In der ersten Halbzeit hatten wir über 80 Prozent Ballbesitz und sehr gutes Gegenpressing. Wir haben sehr, sehr gut verteidigt, hatten ein, zwei Chancen und insgesamt hochverdient 1:0 geführt. In der zweiten Hälfte ist Schalke deutlich höher angelaufen, wir mussten zwei Spieler verletzt auswechseln. Schalke hat gedrückt, aber nur eine Großchance. Insgesamt war es ein verdienter Auswärtssieg, auch wenn wir ihn nicht ruhig nach Hause gefahren haben."

Hertha BSC - FC Augsburg 2:0 (1:0)

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Die Halbzeit hat uns nicht gut getan, das habe ich aber vermutet. Der Tank war komplett leer. Wir sind unfassbar glücklich, dass wir gegen einen sehr guten Gegner gewonnen haben. Wir mussten echt leiden. Wir haben zehn Punkte eingefahren, die unfassbar wichtig waren in dieser Phase. Man konnte nicht erwarten, dass wir zehn Punkte aus diesen Spielen holen. Die Mannschaft hat gefightet. In der Bundesliga musst du immer zittern. Ich habe versucht, die Mannschaft positiv zu begleiten."

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Insgesamt geht das in Ordnung. Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. Im ersten Durchgang haben wir nichts umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen haben. Ich war mir in der zweiten Halbzeit aber sicher, dass wir gewinnen, wenn wir ein Tor machen. Wenn wir so auftreten wie in der ersten Halbzeit, müssen wir uns Sorgen machen. Ich bin sehr optimistisch, dass wenn wir so auftreten wie in der zweiten Halbzeit, wir unsere Ziele erreichen."

Bruno Labbadia ist Trainer von Hertha BSC.

Hertha-Coach Bruno Labbadia weiß: "Wir haben zehn Punkte eingefahren, die unfassbar wichtig waren." imago images

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:1)

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich würde die Niederlage in die Kategorie unnötig einordnen. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt mit einer Vielzahl an Torchancen, die wir leider nicht verwertet haben. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit mit einer Standardsituation wieder reingekämpft, dann war es eine Unaufmerksamkeit zu viel. Sehr, sehr unnötig und bitter für uns."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Uns ist ein absoluter Befreiungsschlag gelungen, ein Sieg in Wolfsburg ist ein starkes Lebenszeichen. Es ist uns gelungen, die Defensive zu stabilisieren, auch wenn der VfL Torchancen gehabt hat. Ich habe auch eine gute spielerische Leistung gesehen. Wir sind aber immer noch in Gefilden, in denen es gefährlich ist."

1. FSV Mainz 05 - TSG Hoffenheim 0:1 (0:1)

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Es ist enttäuschend. Wir hatten eine gute Struktur und haben die Hoffenheimer richtig attackiert. Dass wir ohne Tor hier rausgehen, ist wirklich enttäuschend. Es geht jetzt nur noch darum, die Leistung abzurufen. Wir brauchen Punkte."

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Es war ein intensives Spiel. Es war unglaublich schade, dass keine Zuschauer da waren. Die Mannschaft hatte eine super Haltung und wollte unbedingt gewinnen. Mainz war ein starker Gegner. Vielleicht hätten die Mainzer mehr verdient - und wir hatten ein bisschen Glück. Aber ich bin stolz auf die Jungs."

SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:1

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Heute haben wir gegen eine hochmotivierte Leverkusener Mannschaft ein aus meiner Sicht - was unsere Möglichkeiten angeht - perfektes Spiel gemacht. Mehr kann ich nicht verlangen. Ich bin hochzufrieden."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir sind hergekommen, um das Spiel zu gewinnen. Das war wichtig nach dem schlechten Spiel gegen Wolfsburg. Das hat geklappt. Es war aber nicht einfach. Nach vorne waren wir schlecht, zum Schluss haben wir wie Männer verteidigt."

kon/sid