2. Bundesliga

SpVgg Fürth hadert mit der Effektivität

Viel Aufwand, wenig Ertrag bei der Spielvereinigung

Fürth hadert mit der Effektivität

Marvin Stefaniak

Ping-Pong-Tor: Fürths Marvin Stefaniak (M.) erzielte das 1:1. imago images

Seit über 44 Jahren hat die Spielvereinigung nicht mehr in Darmstadt gewinnen können. Der letzte Sieg stammt vom 14. Februar 1976 (3:1). Auch beim 1:1 am Freitagabend sollte der Böllenfalltor-Fluch nicht enden. Dabei betrieb Fürth erneut viel Aufwand, hatte 58 Prozent Ballbesitz, lief über 118 Kilometer, zog 274 Sprints an und gab 14 Torschüsse ab. Der magere Ertrag: ein Tor. Spät in der Partie staubte Joker Marvin Stefaniak ab und lenkte den Ball über Verteidiger Fabian Holland und die Unterkante der Latte ins Tor. "Der Ausgleich war einfach ein Willenstreffer von Marvin, das war ein geiles Gefühl", so Offensivspieler Timothy Tillman.

"Wir haben eine sehr interessante und eine sehr ausgeglichene Partie gesehen. Kompliment an meine Mannschaft, wir haben gut ins Spiel gefunden, hatten in der ersten Hälfte aus dem Spiel heraus die besseren Chancen", analysierte Kleeblatt-Coach Stefan Leitl. "Leider bekommen wir aus einer Kontersituation heraus aus einem Eckball das 0:1. Was die Jungs dann geleistet haben, war erneut gut und wir sind mehr als verdient zurückgekommen und haben den Ausgleich erzielt. Bei einer Mannschaft wie Darmstadt, die so einen Lauf hat, war das heute eine sehr, sehr gute Leistung und der Punkt mehr als verdient."

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Leitl
Leitl

Leitl Stefan

Spielersteckbrief Stefaniak
Stefaniak

Stefaniak Marvin

SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
Karlsruhe (H)
1
:
2
Bochum (A)
2
:
2
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Arminia Bielefeld
56
2
VfB Stuttgart
51
3
Hamburger SV
49

Mangelnde Effektivität: Nur ein Sieg aus acht Spielen

Spielbericht

Und trotzdem wäre für die Weiß-Grünen auch am ungeliebten Böllenfalltor weit mehr drin gewesen. Wie zuvor schon beim 0:2 gegen Osnabrück aber kostete die schwache Chancenverwertung Punkte. Alleine Stürmer Keita-Ruel (7., 33., 47.) vergab drei Hochkaräter. Im Vergleich zur Niederlage gegen den VfL aber kamen die Mittelfranken dieses Mal nach einem Rückstand zurück. In der 56. Minute war Fürth auf einen eigenen Eckball böse ausgekontert worden (56.). Dass es erneut ähnlich hätte laufen können, wurde wenig später klar, als Schiedsrichter Sven Waschitzski trotz Videobeweis an einem unberechtigtem Foulelfmeter für Darmstadt festhielt, den Felix Platte dann an den Pfosten setzte (63.).

Darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen.

Timothy Tillman

"Nach dem 1:0 sind wir gut zurückgekommen, hatten nach dem 1:1 sogar nochmal die Chance einen draufzusetzen, darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen", resümierte Tillman. "Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht, den Punkt verdient." Wie viel dieser in der Endabrechnung wert sein wird, bleibt abzuwarten. Die Spielvereinigung möchte sich gerade im Hinblick auf das TV-Ranking im engen Verfolgerfeld möglichst weit oben platzieren. Wenn es in einer Woche (Freitag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zu Hause gegen den SV Sandhausen geht, muss das Kleeblatt vor allem wieder effektiver werden. Der aktuelle Trend zeigt eher nach unten: Die SpVgg konnte nur eines ihrer letzten acht Spiele gewinnen (1/4/3).

cru