Bundesliga

So erfüllt Werder Bremens Selke Kohfeldts Forderung

Bremen: Vogt nach Hüftprellung wieder an Bord

So erfüllt Selke Kohfeldts Forderung

Werder Bremens Angreifer Davie Selke soll auf Schalke auch "den letzten Punch" setzen.

Werder Bremens Angreifer Davie Selke soll auf Schalke auch "den letzten Punch" setzen. imago images

Gegen Gladbach (0:0) hätte Davie Selke kurz vor Abpfiff als Joker zum Bremer Matchwinner werden können, scheiterte aber freistehend an Borussen-Keeper Sommer. Von dieser Szene abgesehen machte der 25-Jährige nach seinen desolaten Auftritten gegen Leverkusen und in Freiburg aber am vergangenen Dienstag einen deutlich verbesserten Eindruck. Die Worte von Werder-Trainer Florian Kohfeldt während der Spieltagspressekonferenz am Freitag lassen darauf schließen, dass Selke auf Schalke wieder eine Chance in der Startelf erhalten könnte.

Kohfeldt fordert von Selke "den letzten Punch"

"Ich war hochzufrieden mit Davie", formulierte der Fußballlehrer, "er hat einen unheimlich guten Job beim Anlaufen gemacht, generell konnten wir durch die Einwechslungen das Tempo halten und neue Elemente reinbringen. Davie soll so weitermachen - mit dem kleinen Unterschied, dass er auch den letzten Punch noch setzt."

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Selkes positive Besessenheit ist gefragt

Wie Selke daran im Training gearbeitet hat, dürfte Kohfeldt zudem gefallen haben. Gleich am Mittwoch, so ist überliefert, stellte der Mittelstürmer seine Großchance mehrere Male nach, instruierte vorher Werders U-23-Keeper Eduardo Dos Santos Haesler exakt, wie Sommer sich verhalten hatte. Genau solche positive Besessenheit ist gefragt, um weiterzukommen. Grundsätzlich immer, aktuell aber ganz besonders, um "in den nächsten vier Wochen nichts von unserer Galligkeit zu verlieren und in diesem Tunnel zu bleiben", wie Kohfeldt fordert.

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Der neu entfachte Konkurrenzkampf soll sein übriges dazutun, und Kohfeldt hält diesen bewusst hoch. Trotz seiner starken Vorstellung gegen Gladbach ist keineswegs gesichert, dass Christian Groß nun automatisch den gesperrten Milos Veljkovic vertritt. "Es ist eine andere Position", hält der Coach fest, "und auch Basti Langkamp hat sehr gut trainiert." Ins Defensivzentrum sicher zurückkehren dürfte Kevin Vogt nach überstandener Hüftprellung. Ausdrücklich offen bleibt dagegen das Duell auf der linken Seite: "Ludwig Augustinsson ist voll belastbar und drängt auf seinen Platz im Team", sagt Kohfeldt. Selbstredend habe der Schwede "eine sehr hohe Qualität, gerade taktisch". Aber: Stellvertreter Marco Friedl überzeugte zuletzt durch defensive Stabilität und, so Kohfeldt, "seine positive Verbissenheit". Und die ist an der Weser in den kommenden "sieben Finals" (Kohfeldt) nun mal gefragter denn je.

Thiemo Müller

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