Bundesliga

Baumgart: "Wir werden weiter Vollgas geben"

Paderborn: Des Trainers klare Ansagen

Baumgart: "Wir werden weiter Vollgas geben"

Paderborns Trainer Steffen Baumgart ist heiß auf das Spiel gegen Dortmund.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart ist heiß auf das Spiel gegen Dortmund. imago images

So groß wie die Aufgabe ist, so sehr fiebert er ihr auch entgegen. "Ich freue mich sehr auf das Spiel und die Mannschaft, die zu uns kommt", sagt Steffen Baumgart vor dem westfälischen Kräftemessen am Sonntagabend mit Borussia Dortmund und meint das "aus rein fußballerischer Sicht" so. Eine große Herausforderung stehe vor dem SC Paderborn, aber: "Wollen unsere Chancen suchen. Wir wissen, was auf uns zukommt."

Baumgart: "Und trotzdem sind wir noch dabei"

In diesen Wochen findet sich der Coach des Aufsteigers in einem Spannungsfeld wieder. Da ist auf den ersten Blick die Tabelle, die seinem Team bei acht Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz kaum noch Hoffnung auf den offiziell als Ziel ausgegebenen Klassenerhalt in der Bundesliga lässt. An der Herangehensweise für die Restsaison ändert sich dadurch für Baumgart allerdings nichts. Es bleibt bei den bekannt klaren Ansagen. "Wir werden Vollgas geben, nach vorne spielen. Es wird keine personellen Veränderungen geben, weil wir vielleicht etwas nicht mehr erreichen können. Wir haben die schlechteste Ausgangsposition, wir sind die Mannschaft, die den größten Abstand hat. Und trotzdem sind wir noch dabei, und das wollen wir zeigen, auch gegen Dortmund. Wir haben noch sechs Spiele, wollen weiter punkten und an Siegen arbeiten, was uns in letzter Zeit nicht gelungen ist."

Unterm Strich gab es zu wenig Zählbares. Doch, und dies ist auf der anderen Seite allein nach den jüngsten drei Spielen gegen Düsseldorf, Hoffenheim und Augsburg, die allesamt unentschieden ausgingen, für den 48-Jährigen eine ebenso wichtige Erkenntnis: "Wir hatten jedes Mal die Möglichkeit, am Ende das Spiel positiver zu gestalten. Wir haben aber in diesen Spielen auch nur noch ein Gegentor bekommen. In vielen Situationen können wir nicht mehr leisten, aber wir versuchen es. Die Jungs haben sich weiterentwickelt. Es reicht dann nicht immer, um in dieser Liga Punkte zu holen. Das muss uns klar sein und war uns auch immer klar." Auch wenn der Frust, im Saisonverlauf viele Punkte auch einfach liegengelassen zu haben, unüberhörbar ist. "Ärgerlich, wenn du immer an die Leistungsgrenze kommst und am Ende zu wenig rausholst. Gelobte Auftritte bringen dann nichts. Uns fehlen die Punkte, wir sind aber verantwortlich dafür, dass wir sie nicht geholt haben."

Chancen für Ritter und Sabiri

Personell ist der SCP durch Klaus Gjasulas Gelb-Sperre zum Umstellen gezwungen. Sebastian Vasiliadis soll auf der Sechs verbleiben. Offen, ob im zuletzt praktizierten 4-4-2 mit einem neuen Nebenmann an der Seite oder im 4-3-3 allein hinter zwei Achtern. Kandidaten für diese Positionen? "Marlon Ritter und Hamid Sabiri hätten dann die Chance, zu spielen", so Baumgart, der sich aber nicht zu tief in die Karten schauen lassen will: "Vielleicht kommen wir auch noch auf eine ganz andere Idee ..."

Michael Richter

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