3. Liga

Wer trägt die Hygiene-Kosten? DFB widerspricht Waldhof

Land Baden-Württemberg sieht sich nicht verantwortlich

Wer trägt die Hygiene-Kosten? DFB widerspricht Waldhof

Symbolbild

Symbolbild imago images

Die Mannheimer hatten zwei Rechnungen in einer Gesamthöhe von 79.000 Euro an den DFB zur Begleichung der Kosten für die Umsetzung des Hygiene-Konzepts geschickt. Die Maßnahmen waren vorausgesetzt, um die Spielzeit wieder zu starten.

Der Klub beruft sich auf eine Landesverordnung, die besagt, dass "die Kosten für die zur Umsetzung des Konzepts erforderlichen Maßnahmen von der Organisation getragen werden müssen, die für die Durchführung der Wettbewerbs- und Wettkampfbetriebs verantwortlich ist". Als verantwortliche Organisationen sieht das zuständige baden-württembergische Ministerium die Vereine, den DFB sowie die Deutsche Fußball Liga (DFL).

Wer trägt die Kosten?

Wer muss nun also die Zeche zahlen? Nach Auffassung des DFB nicht der Verband, sondern die Vereine. Um seine These zu stützen, zitierte der Verband in einer Mitteilung am Mittwoch aus den FAQ (Fragen und Antworten) von der Webseite des Sozialministeriums von Baden-Württemberg. Nach DFB-Lesart hätten die Vereine ein Interesse an der Wiederaufnahme des Spielbetriebs und trügen folglich "auch die Verantwortung dafür, dass die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden".

Die Testungen würden den Klubs die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ermöglichen, daher sei es "folgerichtig", dass die Klubs die Kosten tragen. Gleichzeitig wies der DFB aber auch darauf hin, "dass für die Kosten, die durch die Umsetzung des Hygienekonzepts entstehen, jedem Klub der 3. Liga die Unterstützungsgelder der DFL zur Verfügung gestellt werden".

Ministerium: "Das ist Sache des Dachverbands und seiner Mitgliedsvereine"

Das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sieht das nicht ganz so. Jedenfalls wurde in der "Rheinpfalz" widersprochen. "Es gibt von Seiten des Sportministeriums keine Vorgabe, dass die Kosten für das Hygienekonzept und die damit verbundenen Maßnahmen die Vereine zu tragen haben", hieß es aus dem Ministerium, das darauf hinwies, dass die Corona-Verordnung lediglich besage, "dass das Land nicht für anfallende Kosten aufkomme. Wie die Kostenübernahme umgesetzt werde, sei Sache des Dachverbands und seiner Mitgliedsvereine."

drm