Regionalliga

Abbruch in der Regionalliga Südwest: Saarbrücken steigt auf

Keine Absteiger - Vier Aufsteiger aus den Oberligen schon bekannt

Abbruch in der Regionalliga Südwest: Saarbrücken steigt auf

Lukas Kwasniok

Auf in die 3. Liga: Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok. imago images

Bereits Mitte Mai war durchgesickert, dass die Mehrheit der Klubs in der Südwest-Staffel der Meinung war, dass die Hygienevorschriften und damit einhergehende Geisterspiele nicht umsetzbar seien. Zugleich votierten die Vereine für ein Ende der Saison spätestens bis zum 30. Juni, eine Verlängerung über dieses offizielle Datum hinaus wurde abgelehnt.

Bereits da hatte sich also angedeutet, was nun Realität wurde: Die Regionalliga Südwest GbR erklärte die Saison 2019/20 für beendet und den 1. FC Saarbrücken zum Staffelsieger. Für den FCS bedeutet dies den Aufstieg in Liga drei. "Damit haben wir das große Saisonziel erreicht", schrieben die Saarbrücker auf ihrer Vereinswebsite. Zum Zeitpunkt der coronabedingten Unterbrechung hatte der FCS sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten SV Elversberg und sieben auf den Dritten TSV Steinbach Haiger, der damals aber ein Spiel weniger ausgetragen hatte.

"Wir hätten den Aufstieg gerne auf normalem Wege erreicht und waren auch auf dem besten Weg dorthin. Aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", wird Präsident Hartmut Ostermann zitiert: "Wir alle freuen uns sehr, dass dieses schon so lange angestrebte Etappenziel nun endlich erreicht ist."

Für Saarbrücken ist aber noch lange nicht Schluss

Ostermann wies jedoch trotz des großen Erfolgs darauf hinwies, dass "wir bei aller Aufstiegsfreude nicht vergessen dürfen, dass wir noch ein wichtiges Spiel im DFB-Pokal bestreiten dürfen". Gemeint ist das Halbfinale gegen Bayer Leverkusen am 10. Juni in Völklingen.

Für den FCS bedeutet dies, dass der Verein sich im Gegensatz zu seinen Ligarivalen an die strengen Hygieneregeln halten muss, "damit dieses historische Ereignis nicht gefährdet wird. Das Halbfinale im DFB-Pokal findet unter den gleichen Hygienebestimmungen statt, die auch in der Bundesliga gelten. Das heißt, dass unsere erfolgreiche Mannschaft bis dahin den Quarantänebestimmungen unterworfen ist und mehrfach negative Tests nachweisen muss."

2020/21 steht dem Südwesten ein Mammutprogramm bevor

Saarbrücken wurde zum Meister erklärt, nachdem zuvor eine Quotientenregel, wonach die bis dato erzielten Punkte mit der Anzahl der absolvierten Spiele verrechnet wurden, zum Einsatz gekommen war. Anders als im Falle des Aufstieges verzichtet die Liga in diesem Jahr jedoch auf Absteiger, allerdings wird es vier Aufsteiger aus den Oberligen geben. 2020/21 erwartet die Liga also auf jeden Fall ein Mammutprogramm, da mindestens 21 Mannschaften teilnehmen werden - in Summe macht das mindestens 40 Spiele für jede Mannschaft. Und es könnten sogar mehr werden, sollte aus der 3. Liga ein Südwest-Klub absteigen.

Stadtallendorf, Mainz, VfB II und Kassel steigen auf

Die vier Aufsteiger aus den nachgelagerten Oberliga-Staffeln wurden bereits - ebenfalls anhand Quotienten-Regelung - bestimmt, auch wenn diese noch offiziell von den jeweiligen Ligaträgern gemeldet werden müssen. Demnach steigen in Eintracht Stadtallendorf (Hessenliga), TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) und dem VfB Stuttgart II (Oberliga Baden-Württemberg) drei Spitzenreiter auf, außerdem der KSV Hessen Kassel als Zweiter der Hessenliga - aufgrund des höchsten Punktquotienten aus den in dieser Saison ausgetragenen Ligaspielen aller nachfolgenden Teams der Oberliga-Staffeln.

Die Abschlusstabelle der Regionalliga Südwest im Überblick

drm