2. Bundesliga

Der kicker-Countdown: 41 - Hrubesch und der Club stellen Zweitliga-Rekorde auf

Der kicker-Countdown

41 - Hrubesch und der Club stellen Zweitliga-Rekorde auf

Niclas Füllkrug, Guido Burgstaller

Jubel im Doppelpack: In 41 Liga-Spielen in Serie erzielt der 1. FC Nürnberg zwischen November 2015 und Februar 2017 immer ein Tor. imago images

Es ist eine bis dato eher enttäuschende Saison 2015/16, die der 1. FC Nürnberg bis zum 14. Spieltag spielt. Und auch im Gastspiel bei Union Berlin sieht es nicht gut aus. Zwar geht der Club durch ein Eigentor von Toni Leistner früh in Führung, doch die Berliner drehen die Partie und führen nach nicht mal einer Stunde 3:1. Tore von Alessandro Schöpf und Patrick Erras sorgen immerhin nur für ein Remis, durch das der FCN auf Platz 10 verharrt. Was zu diesem Zeitpunkt keiner weiß: Der Punktgewinn ist nicht nur der Startschuss für eine Folge von 15 Liga-Spielen ohne Niederlage. Die Partie an der Alten Försterei ist auch das erste von 41 Spielen in Serie, in denen der Club immer ein Tor erzielt. Top-Torjäger in dieser Phase: Guido Burgstaller, der allein 21 Treffer erzielt.

Die Offensivwucht trägt das Team von Trainer René Weiler in der Saison 2015/16 bis in die Relegation. Dort allerdings behält Eintracht Frankfurt die Oberhand (1:1, 0:1). Den Coach zieht es im Anschluss zum RSC Anderlecht, die Tore-Serie des FCN hält aber auch unter seinem Nachfolger Alois Schwartz bis zum 20. Februar 2017 an. Am 21. Spieltag bleiben die Franken im Gastspiel bei 1860 München das erste Mal nach 41 Liga-Spielen wieder ohne Tor (0:2). Der Zweitliga-Rekord hat trotzdem bis heute Bestand.

Horst Hrubesch

41 Tore in 35 Zweitliga-Spielen: Horst Hrubesch im Trikot von Rot-Weiss Essen. imago images

Hrubesch trägt sich in die Geschichtsbücher ein - doch Essen steigt nicht auf

Nur 35 Spiele benötigte Horst Hrubesch, um sich in die Geschichtsbücher der 2. Liga einzutragen. In der Saison 1977/78 erzielt der Stürmer 41 Tore im Trikot von Rot-Weiss Essen - bis heute Rekord! Damit hat er großen Anteil, dass RWE am Ende Platz 2 in der Nordstaffel belegt und um den Aufstieg spielen darf. In die Bundesliga kehrt Essen aber nicht zurück, der 1. FC Nürnberg - Zweiter in der Südstaffel - erweist sich als zu stark (1:0, 2:2). Hrubesch trifft zwar im Rückspiel, scheitert aber auch mit einem Elfmeter an Manfred Müller.

In die Bundesliga zieht es den Rekordmann dennoch: Beim HSV feiert Hrubesch große Erfolge (drei Meistertitel, Sieg im Europapokal des Landesmeister). Nur zwei Jahre nach seiner Rekordsaison im Unterhaus wird er mit Deutschland außerdem Europameister.

pau