2. Bundesliga

Sporting Braga will Iuri Medeiros vom 1. FC Nürnberg verpflichten

Interesse aus Portugal

Sporting Braga will Medeiros verpflichten

Iuri Medeiros

Die Zeichen stehen auf Abschied: Iuri Medeiros. imago images

Mit einer großen Portion Hoffnung verpflichtete der 1. FC Nürnberg im vergangenen Sommer Iuri Medeiros. Der Portugiese sollte unter anderem die Lücke füllen, die Matheus Pereira hinterlassen hatte. 27 Spieltage später zeichnet sich immer mehr ab, dass die Beziehung zwischen Spieler und Vereine eine Geschichte voll enttäuschter Hoffnung ist, sich die Investition von zwei Millionen Euro für den Club nicht ausgezahlt hat. Auch aufgrund mehrerer Blessuren stehen lediglich neun Einsätze in Medeiros' Zweitligastatistik, der kicker-Notenschnitt von 4,4 ist schlecht, Scorerpunkte sammelte der 25-Jährige keine.

Nun könnte das Arbeitsverhältnis trotz eines Vertrags bis 2023 schneller als gedacht zu Ende gehen. Aus Portugal übermitteln seriöse Quellen ein konkretes Interesse von Sporting Braga. Der Klub verfügt nach dem Verkauf von Trincao an den FC Barcelona für 31 Millionen Euro über liquide Mittel, daneben verlässt auch Wilson Eduardo den Verein. Medeiros ist die erste Alternative, heißt es. "Ich habe diese Neuigkeit gelesen, kann im Moment aber nicht viel dazu sagen", wird Medeiros in "O Jogo" zitiert. "Braga ist ein großer Verein, jeder Spieler würde gerne für einen Klub wie Braga spielen."

Das klingt nicht nach Abweisung, zumal es für den FCN um Sportvorstand Robert Palikuca die große Chance böte, die Ablöse wieder hereinzuholen und im Sommer anderweitig zu verwenden. Braga soll bereit sein, zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro zu zahlen. Zehn Prozent der Ablöse gingen allerdings bei einem Weiterverkauf an Sporting Lissabon, den früheren Verein von Medeiros. Palikuca wollte die Meldung am Tag des Spiels bei Jahn Regensburg gegenüber dem kicker nicht kommentieren. Erstmals nach der Corona-Unterbrechung soll Medeiros im Spieltagskader stehen, zuletzt warf ihn eine Magen-Darm-Grippe zurück.

Frank Linkesch/Silvio Vieira