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45 - Barça wirbelt historisch, doch der Erzfeind jubelt

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45 - Barça wirbelt historisch, doch der Erzfeind jubelt

Der torhungrige FC Barcelona im Berliner Nebel.

Der torhungrige FC Barcelona im Berliner Nebel. imago images

Die beiden Finalisten der Champions-League-Saison 1999/00 hatten bis zum Endspiel 17 Spiele bestritten: Aufgrund der damals noch ausgespielten Zwischenrunde nach der Gruppenphase anstatt eines Achtelfinals hatten die teilnehmenden Teams also theoretisch mehr Möglichkeiten, Tore zu erzielen.

Für den FC Barcelona sollte in dieser Saison allerdings der Weg nicht bis ins Finale nach Paris führen, denn die Katalanen scheiterten im Halbfinale am spanischen Liga-Rivalen FC Valencia, der dann wiederum im Endspiel Barcelonas Erzrivalen Real Madrid mit 3:0 klar den Vortritt lassen musste. Die von Vicente del Bosque trainierten Königlichen um Casillas, Roberto Carlos, Raul und Morientes hatten in der Vorschlussrunde den FC Bayern ausgeschaltet (0:2, 2:1 aus Sicht der Münchner).

Doch weder Valencia, noch die Madrilenen oder der deutsche Rekordmeister schafften es jemals, so viele Tore in der Champions League zu erzielen, wie die Azulgrana in dieser Saison. In der Mannschaft von Trainer Louis van Gaal, der von José Mourinho assistiert wurde, stürmten Luis Figo, Patrick Kluivert und Rivaldo. Youngster Xavi führte neben Philipp Cocu im Mittelfeld mit Pep Guardiola Regie und die Abwehrreihe war bis auf den Spanier Abelardo und Carles Puyol mit Oranje gespickt: Michael Reiziger rechts, der offensiv-wütige Boudewijn Zenden links und Frank de Boer in der Mitte.

Dreimal fünf Tore

Cocu war es vorbehalten, Barcelonas letzten und 45. Treffer in dieser CL-Saison zu erzielen. Der Linksfuß traf im Halbfinale mit rechts zum bedeutungslosen 2:1-Heimsieg gegen Valencia (Hinspiel 1:4). In der Gruppenphase hieß der Hauptkonkurrent Arsenal, der in London mit 4:2 besiegt wurde. Das höchste Ergebnis in der Vorrunde: 5:0 gegen AIK Solna aus Schweden. In der Zwischenrunde kam es zum Duell zwischen Barça und der Hertha im sogenannten "Nebel-Spiel"- dem beachtlichen 1:1 im Olympiastadion folgte ein 3:1 im Camp Nou. Auch in der Zwischenrunde setzte es für Barcelona einen 5:0-Kantersieg - Sparta Prag musste dran glauben. In der K.o.-Phase wurde es dann schon brenzlig für die van-Gaal-Elf: 1:3 verlor sie im Viertelfinale beim FC Chelsea, das Rückspiel bogen die Katalanen mit 5:1 nach Verlängerung um.

Rivaldo trifft zweistellig

Der beste Schütze Barcelonas war der Brasilianer Rivaldo, der wie der Madrilene Raul und Portos Jardel insgesamt zehn Mal einnetzte. Zudem trafen Kluivert (7), Luis Enrique (6) und Figo (5) mehr als ordentlich.

Real reichen 35 Tore zum Triumph

Zum ganz großen Wurf reichte diese Torquote aber wie bereits erwähnt nicht. Den Titel trug Real Madrid davon - mit insgesamt 35 erzielten Toren.

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