Bundesliga

Gegen Ex-Coach Markus Gisdol droht der TSG Hoffenheim die Rekordpleite

Köln mit fünf früheren Hoffenheimern

Gegen Ex-Coach Gisdol droht der TSG die Rekordpleite

Hadern die Hoffenheimer Spieler auch nach der Partie gegen Köln?

Hadern die Hoffenheimer Spieler auch nach der Partie gegen Köln? imago images

Gewöhnlich freut man sich ja auf das nächste Heimspiel. In Hoffenheim dürften sie aber derzeit mit einem mulmigen Gefühl dem kommenden Auftritt in der Sinsheimer Arena entgegenblicken. Denn nicht nur die jüngere Bilanz ist erschreckend. Die zurückliegenden drei Spiele zu Hause verlor die TSG allesamt. 2:3 gegen Wolfsburg, 0:6 gegen Bayern München, 0:3 gegen Hertha BSC. Null von neun möglichen Punkten bei desaströsen 2:12 Toren.

Insgesamt haben die Hoffenheimer bereits acht Heimspiele verloren in dieser Spielzeit. Damit egalisierten sie ihre bis dahin schlechteste Heimbilanz aus der Saison 2012/13. Damals wären die Kraichgauer beinahe abgestiegen. Retter in allerhöchster Not war damals Trainer Markus Gisdol. Ausgerechnet der könnte nun mit seinem 1. FC Köln am Mittwoch (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) die Hoffenheimer Rekordpleite herbeiführen. Und im Nebeneffekt mit dem Aufsteiger in der Tabelle an der TSG vorbeiziehen.

Am 27. Spieltag hatte Gisdol im April 2013 die TSG als Tabellenvorletzter für den erfolglosen Vorgänger Marco Kurz übernommen, zugleich hatte Alexander Rosen Andreas Müller im Management abgelöst. Damals hatte Hoffenheim bereits sieben Heimniederlagen zu beklagen. Unter Gisdol kam nur noch eine hinzu. Hoffenheim rettete sich erst in die Relegation und setzte sich gegen Kaiserslautern zum endgültigen Klassenerhalt durch.

Für Gisdol war im Oktober 2015 Schluss

Während Rosen noch immer in Amt und Würden bei der TSG ist, musste Gisdol im Oktober 2015 dort seinen Posten räumen und hat vor der Kölner Zeit bereits eine Amtszeit als HSV-Trainer hinter sich. Abgelöst wurde Gisdol seinerzeit übrigens von Huub Stevens und dessen damaligem Co-Trainer Alfred Schreuder. Diese Rolle hatte Gisdol da schon hinter sich, denn auch der 50-Jährige assistierte einst Cheftrainer Huub Stevens, allerdings beim FC Schalke 04 (2011/12).

Wiedersehen mit Uth, Modeste und Schindler

Neben Gisdol kehrt auch dessen aktueller Co-Trainer an die einstige Wirkungsstätte zurück, Frank Kaspari assistierte Gisdol auch schon in Hoffenheim. Und mit Mark Uth kommt ein weiterer alter Bekannter nach Sinsheim. Den früheren Hoffenheimer Stürmer (33 Tore in 86 Spielen) hatten Rosen und Gisdol 2015 aus Heerenveen in den Niederlanden zur TSG geholt. Vor zwei Jahren war Uth dann ablösefrei zu Schalke gewechselt und ist aktuell an seinen Stammverein Köln ausgeliehen.

Gemeinsam mit Uth kam 2015 übrigens auch ein gewisser Anthony Modeste zur TSG, der nächste frühere Hoffenheimer bei den Kölnern. Der Franzose erzielte in 62 Ligaspielen 23 Treffer für Hoffenheim. Am Sonntag gegen Köln bewies Modeste, dass er es immer noch kann und leitete mit seinem 1:2 die späte Wende beim 2:2 ein. Uth dagegen verschoss einen Elfmeter. Der dritte im Bunde heißt Kingsley Schindler, auch der war zu Gisdols Zeiten in Hoffenheim, spielte aber in der U 23 und trainierte nur ab und zu bei den TSG-Profis mit.

Michael Pfeifer

Bilder zur Partie SC Paderborn 07 - TSG Hoffenheim