Tennis

Julia Görges glaubt nicht an Saison-Fortsetzung

Zweifel bei der Deutschen

Görges glaubt nicht an Saison-Fortsetzung

Julia Görges

Eher pessimistisch derzeit: Julia Görges. picture alliance

Erst in der vergangenen Woche gaben sowohl die ATP als auch die WTA bekannt, die Tennis-Pause bis mindestens Ende Juli zu verlängern - die nächste Entscheidung der beiden Spielerorganisationen wird für Mitte Juni erwartet. Dann wird aller Voraussicht nach auch entschieden, ob die US Open wie geplant über die Bühne gehen können.

Angesichts der Corona-Pandemie hatten sich in letzter Zeit unter anderem Rafael Nadal und Dominic Thiem skeptisch über eine mögliche Fortsetzung der Tour in diesem Jahr geäußert. Die deutsche Weltranglisten-38. Görges stößt in dieselbe Kerbe wie ihre männlichen Kollegen. "Ganz logisch und normal betrachtet in Sachen Reisefreiheit: Ich wäre ziemlich überrascht, wenn dieses Jahr noch irgendein Turnier stattfinden wird", erklärte die 31-Jährige in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Görges kann sich Turniere ohne Zuschauer vorstellen

Die Unklarheit mache ihr allerdings nicht allzu sehr zu schaffen: "Ich bin da relativ entspannt. Wir werden schon irgendwann den Gong kriegen, wenn es losgeht." Das Problem liege gemäß Görges in der Grundstruktur des Tennissports: "Wir sind ein komplett internationaler Sport, in dem Spielerinnen und Spieler aus allen Ländern zusammenkommen müssen."

Neben den Profis reisen auch Zuschauer aus aller Welt zu den internationalen Turnieren an. Daher sind in naher Zukunft auch Veranstaltungen vor leeren Rängen eine Option. Görges steht dieser Idee pragmatisch gegenüber: "Zuschauer tragen sehr viel zu einem Tennisspiel bei. Atmosphärisch und von den Emotionen her. Aber für einen kurzen Zeitraum könnte ich es mir vorstellen. Geisterspiele sollten aber nicht zu einer dauerhaften Lösung werden."

kon