2. Bundesliga

Auge dick, doch Entwarnung bei Platte

Darmstadts Stürmer hofft auf Genesung bis zum Aue-Spiel

Auge dick, doch Entwarnung bei Platte

Mit einer Bandage um den Kopf verlässt Darmstadts Felix Platte das Stadion in der Partie gegen St. Pauli

Mit einer Bandage um den Kopf verlässt Darmstadts Felix Platte das Stadion in der Partie gegen St. Pauli. imago images

Ein Spieler des SV Darmstadt 98, bei dem der Beobachter im Falle einer Verletzung besonders mitfühlt, ist fraglos Felix Platte. Der 24-Jährige weist in seiner noch jungen Karriere eine fast beispiellose Verletzungshistorie auf, unter anderem mit einer Reihe von Muskelbündelrissen. Im Spiel der Lilien gegen den FC St. Pauli (4:0) am Samstag musste der frühere U21-Nationalstürmer nach einer Stunde länger behandelt und ausgewechselt werden. Am Sonntagmorgen gab Platte Entwarnung.

Nach einem Kopfball-Duell erwischte ihn der Arm eines Gegenspielers und beendete den ersten Startelf-Einsatz seit zwei Jahren. "Er hat mich am Auge getroffen, über der Braue habe ich eine Platzwunde", so Platte. Die wurde noch im Stadion mit vier Stichen genäht.

Platte will spielen, aber: "Das soll der Doc entscheiden"

Die Kopfschmerzen seien über Nacht verflogen, eine Gehirnerschütterung habe er nicht davon getragen, überbrachte der Angreifer tags drauf beruhigende Nachrichten. Allerdings sei das Auge geschwollen, was einen Einsatz am Dienstag im Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zumindest gefährde: "Da muss man abwarten, wie weit das abschwillt", sagte Platte, der im Laufe des Sonntags auch noch einmal den Mannschaftsarzt konsultieren will. "Ich will natürlich spielen, aber das soll der Doc entscheiden."

Überraschend hatte Platte gegen St. Pauli Stammkraft Serdar Dursun abgelöst. Zuvor hatte er zwei Jahre lang entweder gar nicht spielen können oder war lediglich als Joker eingesetzt worden. Ein wenig fehlte Platte am Samstag noch die Bindung, eine Großchance ließ er aus. Einsatz und Laufbereitschaft stimmten. "Ich habe mich mit der Mannschaft wohl gefühlt", sagte Platte, der Teil einer Großrotation von Trainer Dimitrios Grammozis mit fünf neuen Spielern in der Startformation war. "Es ist normal, dass noch nicht alles direkt funktioniert hat." Was man nach dem höchsten Saisonsieg und dem nun praktisch gesicherten Klassenerhalt besonders leicht feststellen kann.

Jens Dörr