Bundesliga

Bittencourt: "Ich drück den Jungs die Daumen..."

Werder Bremen gewinnt und erhöht den Druck auf Düsseldorf

Bittencourt: "Ich drück den Jungs die Daumen..."

Leonardo Bittencourt (li.) nach seinem Treffer in Freiburg

Maxi Eggestein (Mitte) und Josh Sargent (re.) gratulieren Leonardo Bittencourt zu dessen Treffer zum 1:0. picture alliance

"Wir wussten alle um die Wichtigkeit dieses Spiels", sagte ein erleichterter Bittencourt am "Sky"-Mikrofon. Eine weitere Niederlage hätte die Bremer bei noch acht verbleibenden Spielen in eine immer schwierigere Phase gebracht, sie hätte vielleicht auch für Trainer Florian Kohfeldt dramatische Folgen gehabt.

Doch auch dank Bittencourts Treffer aus der 19. Minute durfte nicht nur der Coach aufatmen. "Ich bin auch erst einmal in die Kabine und habe mich hingesetzt", gestand Kohfeldt, der nach dem Schlusspfiff tatsächlich schnurstracks den Innenraum verlassen hatte. Der 37-Jährige mahnte aber auch: "Das war maximal ein erster Schritt."

Man müsse im Modus bleiben, so Kohfeldt weiter, schließlich war das 1:0 beim SC nur "eines von neun Finals". Aushilfs-Linksverteidiger Marco Friedl pflichtete seinem Trainer bei. "So musst du im Abstiegskampf spielen. So müssen wir die nächsten Spiele angehen", forderte der 22 Jahre alte Österreicher, der mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste. Im Hinblick auf das Gladbach-Spiel am Dienstag (20.30 Uhr) hoffe er, dass es nichts Schlimmeres sei.

Steht Kohfeldt vor einem Personal-Puzzle?

Auch der Einsatz von Abwehr-Allrounder Kevin Vogt ist noch ungewiss. Der 28-Jährige habe einen Schlag auf die Hüfte bekommen und "konnte sich dann nicht mehr bewegen", sagte Kohfeldt. Besonders bitter: Neben Friedl und Vogt muss Werder sicher auf Abräumer Philipp Bargfrede verzichten, der den verletzten Vogt ab der 35. Minute vertrat und in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz flog.

Gut, aus Bremer Sicht, dass sich Davy Klaassen eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Der Niederländer war gegen Leverkusen wegen einer Gelb-Sperre noch schmerzlich vermisst worden. In Freiburg bereitete Klaassen nicht nur Bittencourts Treffer mit einem sensationellen Direktpass vor, er ging auch als Anführer vorneweg und hatte bis zuletzt maßgeblichen Anteil am ersten Bremer Dreier seit Januar.

Zwar ist die Zeit bis zur nächsten Aufgabe kurz, trotzdem aber werden die Hanseaten morgen das Rheinderby zwischen Köln und Düsseldorf aufmerksam verfolgen - zumindest der Ex-Kölner Bittencourt. "Na klar, einhundertprozentig", grinste Bremens Zehner und fügte hinzu: "Ich drück den Jungs die Daumen, dass sie das Spiel für uns gewinnen."

ssc