Bundesliga

Bosz: "Kai hat ein bisschen besser als gegen Bremen gespielt"

Havertz & Co. gnadenlos effizient - Bayer-Trainer dämpft den Hype

Bosz: "Kai hat ein bisschen besser als gegen Bremen gespielt"

Kai Havertz

Viertes Tor im zweiten Spiel nach der Pandemie-Pause: Kai Havertz trifft vom Elfmeterpunkt in Gladbach. imago images

"Es war ein Topspiel, in dem wir alles raushauen mussten. Wir haben das Spiel im Griff gehabt und den Ball gut laufen gelassen. Nach der Halbzeit haben wir auch die eine oder andere Chance zugelassen, weil Gladbach auch gut ist. Aber letztlich haben wir viele Chancen kreiert und das Spiel in der zweiten Hälfte entschieden", resümierte Kai Havertz nach der Partie bei "Sky". Der 20-Jährige, der wie schon in Bremen in Abwesenheit des verletzten Lars Bender die Kapitänsbinde bei der Werkself trug, präsentierte sich vor dem gegnerischen Tor einmal mehr eiskalt und schraubte seine persönliche Pflichtspielbilanz im Jahr 2020 auf nunmehr elf Tore und sieben Vorlagen - Ligabestwert.

Bosz: "Es geht nicht um Kai"

Heiß begehrt auf dem Transfermarkt ist das deutsche Toptalent schon lange Zeit. Doch er selbst möchte zu seiner Zukunft derzeit nichts sagen: "Da äußere mich nicht gerne zu, klar, dass viel spekuliert wird. Ich konzentriere mich auf die Saison und danach werden wird sehen. Ich bin Leverkusen sehr dankbar und das möchte ich nicht irgendwie durcheinander bringen", zeigte sich Havertz auch in dieser Hinsicht sehr abgeklärt.

Spielersteckbrief S. Bender
S. Bender

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Bosz Peter

Sein Coach tut derzeit ohnehin alles, um den Hype um seinen Jungstar möglich klein zu halten. Schon nach Havertz' Doppelpack in Bremen hatte Peter Bosz angemerkt, dass dieser schon bessere Partien abgeliefert habe. "Kai hat ein bisschen besser gespielt als gegen Bremen. Aber es geht nicht um Kai. Wir als Bayer 04 haben eine Topleistung gebracht, und Kai war einer davon. Da waren noch 13 andere, die genauso gut gespielt haben wie Kai", meinte der Niederländer nach der Partie in Gladbach.

Sven Bender lobt Gladbach

Sven Bender, dem in der Schlussphase mit etwas Glück, vor allem aber viel Willen per Schulter mit dem Treffer zum 3:1 die Vorentscheidung zugunsten der Werkself geglückt war, betonte, wie knapp es in der zweiten Hälfte gegen den VfL noch einmal wurde: "Der Sieg geht so in Ordnung, aber man muss auch sagen, dass Gladbach sehr gut aus der Halbzeit kam und bis zum Elfmeter sehr viel Druck gemacht hat. Das zeigt auch, warum sie so weit oben stehen. Wir haben es da sehr schwer gehabt. Dann kam der Elfmeter und das 3:1 und ich denke, am Ende ist der Sieg auch verdient. Aber es war noch mal eng."

Dennoch: Leverkusens beeindruckender Lauf im Jahr 2020 machte somit auch in Mönchengladbach keinen Halt. Erst eine Pflichtspielniederlage (1:2 in Hoffenheim am 2. Februar) und ein Remis (1:1 in Leipzig am 1. März) stehen zu Buche, auf der anderen Seite dagegen satte 13 Siege mit einem Torverhältnis von 40:13.

jom

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen