2. Bundesliga

St. Paulis Auswärtskrise hält an: "Es wurmt mich sehr"

SV Darmstadt macht Re-Start-Pleite in Karlsruhe wett

St. Paulis Auswärtskrise hält an: "Es wurmt mich sehr"

Robin Himmelmann ist Torwart beim FC St. Pauli.

Musste viermal hinter sich greifen - und ärgerte sich im Anschluss einmal mehr: St. Paulis Torwart Robin Himmelmann. imago images

Der auswärtsschwache FC St. Pauli blieb seiner negativen Linie in dieser überschaubaren Spielzeit im ersten Spiel in der Fremde nach dem Re-Start treu: Mit einem deutlichen 0:4 gingen die Hamburger am Samstag am Böllenfalltor unter, kassierten dabei nach dem frühen 0:1 gar drei Treffer in der Schlussphase.

Cheftrainer Jos Luhukay, der für klare Worte bekannt ist, ging im Nachhinein am "Sky"-Mikrofon mit seiner Mannschaft ins Gericht: "In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen, wobei wir im Defensivverhalten schon zu einfach Torchancen zugelassen haben. Darmstadt hätte vor der Pause schon das zweite oder dritte Tor machen können." Der Niederländer bemängelte die Einstellung: "Sowohl defensiv als auch offensiv haben wir in der ersten Hälfte ohne die absolute Gewinnermentalität gespielt. Das hat sich dann in die zweite Halbzeit übertragen. Wir waren defensiv viel zu passiv und im Zweikampfverhalten nicht aggressiv genug. In der Offensive waren wir nicht zielstrebig genug, um die Chancen, die wir vor allem in der ersten Halbzeit hatten, besser zu verwerten. Deshalb kommt am Ende auch so ein Ergebnis zustande."

Und so musste Luhukay wohl oder übel die bereits siebte Auswärtsniederlage notieren. Torwart Robin Himmelmann brachte das Dilemma nochmals auf den Punkt: "Über die 90 Minuten hinweg haben wir einfach zu viele Fehler gemacht. Es wurmt mich sehr, dass wir wieder einmal ohne Zählbares nach Hause fahren müssen." Mit nur einem Dreier in der Fremde bei fünf Remis zeigen die Kiez-Kicker also nach wie vor, dass fernab vom Millerntor wenig zusammenläuft.

Darmstadt hat "eine Reaktion gezeigt"

Anders die Stimmung bei den Darmstädtern, die mit diesem klaren 4:0 nicht nur das 0:2 beim KSC aus der Vorwoche vergessen ließen, sondern auch mit dem erst fünften Heimsieg dieser Saison den Kontakt nach oben nicht gänzlich abreißen ließen. Die Truppe von Trainer Dimitrios Grammozis rangiert nun mit 39 Punkten weiterhin im vorderen Drittel der Tabelle (derzeit sind es sechs Zähler Rückstand auf Platz 3, den sich Stuttgart und Hamburg mit jeweils einem Spiel weniger als die Lilien quasi teilen).

"Wir wussten, dass wir es diese Woche besser machen müssen. Karlsruhe konnten wir so nicht auf uns sitzen lassen. Wir haben eine deutliche Reaktion gezeigt", freute sich Torschütze Mathias Honsak. Coach Grammozis ergänzte: "Nach so einem Spiel und so einem Ergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden. Ich bin sehr glücklich darüber, wie sich die Jungs nach dem Spiel in Karlsruhe präsentiert haben. Gratulation an die Spieler zu dieser tollen Leistung. Die Basis waren heute Körpersprache, Einstellung und Effektivität."

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So sah der Re-Start in der 2. Bundesliga aus