2. Bundesliga

Hannover 96: Trainer Kenan Kocak lobt nach Sieg in Osnabrück die Joker

Hannovers verspäteter Re-Start in Osnabrück gelingt

Kocak lobt die Joker und warnt: "Nicht die Taschenrechner rausholen"

Hendrik Weydandt und Marvin Ducksch jubeln

Sie brachten Hannover in Osnabrück auf die Siegerstraße: Doppeltorschütze Marvin Ducksch (r.) und Vorbereiter Hendrik Weydandt. picture alliance

"Die Enttäuschung sitzt schon sehr tief. Wir haben 70-75 Minuten nicht viel falsch gemacht", haderte Osnabrücks Trainer Daniel Thioune. Der VfL ging gegen Hannover zweimal in Führung - doch 96 machte eben in der Schlussviertelstunde eine ganze Menge richtig.

"Eingeleitet" hatte das Hannovers Coach Kenan Kocak, der speziell in der 58. Minute den richtigen Riecher bewies: Er brachte Marvin Ducksch für Cedric Teuchert. Der Joker verwandelte in der 75. Minute den immens wichtigen Elfmeter zum 2:2 - und drehte die Partie fünf Minuten später mit einem fulminanten Rechtsschuss sogar komplett.

"Für mich persönlich war es sehr, sehr gut und schön, dass ich mich dann noch belohnen konnte, umso schöner", gestand Matchwinner Ducksch anschließend am "Sky"-Mikrofon: "Aber nichtsdestotrotz waren mir die drei Punkte dann doch wichtiger und ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie wir das hinten raus noch gedreht haben." Die Roten seien durchaus vor Herausforderungen gestellt worden, beispielsweise spielten sie im Verlauf der 90 Minuten auch mit "drei verschiedenen Systemen", wie Ducksch konstatierte.

Ducksch gegen den KSC von Beginn an?

Natürlich wolle auch er "von Anfang an spielen", Forderungen stellt der ehemalige Kieler Angreifer aber nicht. "Ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, der Mannschaft weiter zu helfen und wie die nächsten Spiele aussehen, das werden wir dann sehen." Im Heimspiel gegen Karlsruhe am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) könnte Ducksch nach seinem Doppelpack in Osnabrück womöglich in die Startelf rutschen.

"Wir sind natürlich sehr glücklich über die drei Punkte", erklärte 96-Coach Kocak nach Schlusspfiff: "Wir wussten nach der langen Pause nicht, wo wir stehen und haben uns am Anfang sehr schwer getan. Wir haben wenig Lösungen gefunden, da hat man gesehen, dass wir lange nicht mehr gespielt haben." Trotz des erneuten Nackenschlags zu Beginn der zweiten Hälfte - Etienne Amenyido hatte mit dem 2:1 die zweite VfL-Führung hergestellt - habe sein Team "gute Qualität und gute Mentalität" gezeigt.

Wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Hannover-Coach Kenan Kocak

"Auch die Jungs, die reinkamen, haben uns noch einen Schub gegeben", lobte Kocak. Einen Vorteil sah der 39-Jährige durchaus darin, "dass Osnabrück seine Fans nicht im Rücken hatte". Mit Blick auf die kommenden Aufgaben stellte er klar: "Wir werden nicht den Fehler machen, uns zurückzulehnen und die Taschenrechner rausholen. Wir werden ab Montag den Fokus voll auf den KSC legen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns." Hannover ist mit nun 35 Punkten Tabellenneunter.

msc