Regionalliga

NFV: VfB Lübeck soll nach Quotientenregel aufsteigen

Norddeutscher Fußball-Verband beschließt Saisonabbruch

NFV: VfB Lübeck soll nach Quotientenregel aufsteigen

VfB Lübeck

Der VfB Lübeck wird wohl in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen dürfen. imago images

Alle 18 Klubs der Regionalliga Nord haben für einen Abbruch der Saison 2019/20 gestimmt. Mehrheitlich sprachen sich die Vereinsvertreter dabei dafür aus, auf Absteiger zu verzichten. Viel diskutiert wurde über die Aufstiegsfrage. Eine Mehrheit war dafür, K.-o-Spiele entscheiden zu lassen. In Hin- und Rückspiel sollten Spitzenreiter Lübeck und der Zweite VfL Wolfsburg II den Aufsteiger ausspielen.

Dem Meinungsbild der Vereine in Sachen Saisonabbruch hat sich nun auch der NFV angeschlossen. Der Norddeutsche Fußball-Verband ließ in seiner Abstimmung alle vorher angedachten Modelle wie "Geisterspiele" und eine Verlängerung der Saison außen vor. Ebenfalls wurde einstimmig beschlossen, dass die Saison 2019/20 in allen Ligen ohne Absteiger beendet wird. Außerdem wurde einvernehmlich abgestimmt, die aufstiegsberechtigten Mannschaften, die auch für die jeweils nächsthöhere Spielklasse eine Meldung abgegeben haben, aufsteigen zu lassen.

Lübeck soll als Meister aufsteigen

Im genauen Fall bedeutet das für die Regionalliga Nord, dass die Tabelle nach Quotienten-Regelung mit Stichtag 12. März 2020 (Aussetzung des Spielbetriebes) Geltung erfahren soll. Somit gab es vom BFV-Präsidium das klare Votum, dass der VfB Lübeck als Meister in die 3. Liga aufsteigen soll. Der Spitzenreiter hat aktuell fünf Punkte und ein Spiel mehr als der Zweite Wolfsburg auf dem Konto. Damit fiel die Entscheidung gegen eine Relegation. "Der VfB Lübeck ist in allen Konstellationen der Tabelle an der Spitze, daher das klare Votum für den Aufstieg des VfB Lübeck", äußerte sich NFV-Präsident Günter Distelrath auf der Verbandswebsite.

Fünf direkte Aufsteiger

Darüber hinaus beschloss das NFV-Präsidium einstimmig, aus den gegebenen Umständen auf eine Aufstiegsrunde in die Regionalliga Nord der Herren zu verzichten und fünf direkte Aufsteiger aus den Oberligen der vier norddeutschen Landesverbände (Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein sowie zwei Vereine aus Niedersachsen) für die Spielzeit 2020/2021 zuzulassen. Voraussetzung dafür ist, dass ein bewilligter Antrag auf Zulassung vorliegt. Der NFV-Spielausschuss berät in den kommenden Wochen über die Durchführung der Liga in der Spielzeit 2020/21 mit einer Stärke von dann 22 Mannschaften und wird verschiedene Modelle (angelehnt an die Verfügungslagen der Länder/des Bundes und dem damit verbundenen prognostizierten Beginn der Saison) den Vereinen zur Diskussion vorlegen.

mst

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