Bundesliga

Streich: "Uns fehlen Zuschauer mehr als den Top-Teams"

Freiburg: Waldschmidt-Einsatz gegen Bremen fraglich

Streich: "Uns fehlen Zuschauer mehr als den Top-Teams"

Freiburgs Trainer Christian Streich: "Wir wollen mit Leidenschaft spielen, so als wenn die Hütte voll wäre."

Freiburgs Trainer Christian Streich: "Wir wollen mit Leidenschaft spielen, so als wenn die Hütte voll wäre." imago images

Eine Hotelübernachtung vor einem Heimspiel, "das gab es noch nie in Freiburg", stellte Christian Streich am Freitag fest. Doch dieser Umstand bereitet dem Freiburger Trainer keine Sorgen, das leere Stadion hingegen beschäftigt den 54-Jährigen durchaus. "Mannschaften wie wir oder Mainz, denen fehlen die Zuschauer nochmal mehr als den Top-Mannschaften, beispielsweise Leverkusen oder München", erzählte Streich in der digitalen Pressekonferenz. Doch das meinte er keineswegs despektierlich gegenüber deren Anhängern. "Die Spieler haben dort einfach so viel Qualität und können sich darauf verlassen. Wir haben auch Qualität, aber uns hilft diese Emotionalität dann schon nochmal mehr, dieses Pushen etwa, wenn man einen Zweikampf gewonnen hat", fuhr der SC-Coach fort. Ein Alibi sollte das jedoch nicht sein, Freiburg könne auch ohne Zuschauer richtig gut spielen, nur mache es eben nicht so viel Spaß. "Wir wollen mit Leidenschaft spielen, so als wenn die Hütte voll wäre", lautet Streichs Credo.

Streich: "Wir haben uns nicht mehr getraut, Fußball zu spielen"

Ein gutes Spiel seiner Mannschaft sah dieser am vergangenen Wochenende trotz des Punktgewinns in Leipzig seiner Meinung nach nicht: "Wir haben gerade in der zweiten Halbzeit nicht die Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen hatten, waren zu weit von den Leuten, haben uns nicht mehr getraut, Fußball zu spielen und haben nur durch Glück ein Unentschieden geholt."

Werder kassierte bereits 14 Gegentore per Kopf - Ligahöchstwert

Doch der Wiederauftakt nach wochenlanger Pause wurde nach kritischer Analyse abgehakt. Gegen Werder sollen die richtigen Schlüsse daraus gezogen und die vermeintlichen Schwachstellen der Bremer ausgenutzt werden. "Sie hatten in der ein oder anderen Situation in dieser Saison Probleme bei Standards. Natürlich hoffe ich, dass wir daraus Kapital schlagen können", erläuterte Streich. Ohnehin dürften hohe Bälle ein gefragtes Mittel sein, kassierte Werder doch bereits 14 Gegentore per Kopf - Ligahöchstwert.

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Doch auch wenn die Hanseaten nur einen Punkt aus den jüngsten sieben Spielen holten, unterschätzt wird der Gegner keineswegs. "Ich weiß, wie gefährlich Bremen sein kann. Wir treffen zwar auf eine angeschlagene Mannschaft, doch solche Situationen hatten wir schon. Da kommt dann eine Mannschaft, der es nicht so gut geht und hinterher geht es ihr besser, weil sie uns geschlagen hat", warnt Streich davor, am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) erneut zum Aufbaugegner zu avancieren. Schon gegen Paderborn und Düsseldorf musste man sich in diesem Jahr zuhause mit jeweils 0:2 geschlagen geben.

Etwaige Rotationsgedanken macht sich Streich nicht

Nationalspieler Luca Waldschmidt könnte das Duell aufgrund von Problemen im Sprunggelenk verpassen. Über mangelnden Konkurrenzkampf kann sich Streich dennoch nicht beklagen. Zuletzt kamen die beiden Stammkräfte Janik Haberer und Lucas Höler nur von der Bank in die Partie. Etwaige Rotationsgedanken ob der anstehenden englischen Woche macht sich Streich indes noch nicht. "Jetzt gehen wir voll rein in dieses Spiel und schauen danach wie es aussieht. Es gibt jetzt noch keine Berechnungen. Die Elf, von der wir überzeugt sind und die die besten Trainingseindrücke hinterließ, wird am Samstag spielen. Danach fangen wir an zu schauen mit Blick auf den Dienstag."

Moritz Kreilinger

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